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Weshalb Science-Fiction wieder boomt

Nach den Erfolgsserien «Black Mirror» und «Westworld» handelt nun auch eine dänische Netflix-Serie vom Überleben in einer postapokalyptischen Welt.

Wer mit einer anderen Welt in Kontakt kommen will, muss in den Untergrund. In der ersten dänischen Netflix-Serie «The Rain» gilt das ganz buchstäblich. Der Regen ist giftig geworden, irgendein tödliches Virus rafft jeden dahin, der einen Tropfen abbekommt. Simone und Rasmus fliehen deshalb mit ihren Eltern in einen Schutzbunker. Nur dort kann man den Weltuntergang fürs Erste überleben. Der Vater muss dann zwar gleich wieder weiter; er arbeitet für den Biotech-Konzern Apollon, der die Bunker übers Land verstreut hat und ganz offensichtlich in einem Zusammenhang steht mit dem Todesvirus. Auch die Mutter machts nicht lang, weshalb die zwei Geschwister ganz allein in ihrem Keller bleiben, über Monate, über Jahre.

In diesem kühlen Reduit sind die Flure gebaut wie Tunnel. Die Lüftung lässt sich übers Touchpad steuern, im Vorratsraum stehen reihenweise silbrige Quetschbeutel mit Flocken, die man mit Wasser anrühren muss. Das Licht ist stufenlos dimmbar, Musik streamt durch die Räume. Es ist ein bisschen so, als hätte ein Prophet, der die Apokalypse kommen sieht, ein besonders cooles Designbüro beauftragt, damit es ihm einen Bunker fürs Leben baut. Im Foyer hängen die gelben Schutzanzüge für die unwirtliche Aussenwelt, und da merkt man: Das ist eigentlich gar kein Bunker, es ist ein Raumschiff. Einfach eines, das schon lange gelandet ist und sich unter der Erde eingebuddelt hat.

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