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Was in der Zukunft lauert

Pop-Superstar Rihanna wechselt ins Sciencefiction-Fach. Das ist nicht nur eine Hiobsbotschaft – es zeigt auch die neue Beliebtheit des Genres. Wir stellen die kommenden Highlights vor.

Das Rezept von Sciencefiction-Filmen ist banal, aber funktioniert immer wieder: die Bedrohung der Menschheit durch das Unbekannte. So auch in «Super 8», der diese Woche in Schweizer Kinos anläuft. Inszeniert von J. J. Abrams («Lost») und produziert von Steven Spielberg, handelt der Film von einem rätselhaften Wesen, das sich in den 70er-Jahren in ein US-Kaff verirrt. Wobei das Monster wie in den meisten Spielberg-Produktionen nicht besonders böse ist. Ganz anders «Battleship», jener Film, der auf dem Brettspiel «Schiffe versenken» basiert (!). Hier blasen Ausserirdische zum grossen Seekampf.

Bei «Battleship» mit von Partie ist übrigens Popsuperstar Rihanna – was eins belegt: Sciencefiction ist (wieder) massentauglich geworden. Das haben zwar schon «Avatar» und «Inception» gezeigt, doch in den nächsten Monaten hebt das Genre richtig ab. Es ist nicht so, dass in den letzten zehn Jahren weniger Sciencefiction-Filme gedreht worden sind. Doch der Fokus lag dabei vor allem auf Comicverfilmungen. Zuvor hatte das Genre eine goldene Zeit erlebt. Der Siegeszug des Homecomputers in den 90er-Jahren führte zu einigen Filmen, die das Thema Computertechnologie abhandelten, etwa «Total Recall» oder «The Matrix». Auch ein beliebtes Thema waren genetische Experimente («Jurassic Park», «Gattaca»).

Immer wieder neu erfunden

Freilich stand auch ganz am Anfang des Genres die Verbandelung von Wissenschaft und Märchen. Nach der Erfindung des Fernrohrs im 17. Jahrhundert wurde der Mond als Himmelskörper erkannt und sogleich von Mondreisen geträumt, etwa in Johannes Keplers «Somnium» aus dem Jahr 1634. Im 19. Jahrhundert begann dann die Zeit der eigentlichen Sciencefiction. Bekannteste Vertreter sind Jules Verne mit seinen wissenschaftlich-romantischen Abenteuern und H. G. Wells mit technisch-gesellschaftskritischen Werken. Als Gründerin des Genres aber gilt Mary Shelley mit ihrem Roman «Frankenstein», den sie sich in einer stürmischen Nacht 1818 am Genfersee ausdachte.

Der erste Sciencefiction-Film schliesslich war «Die Reise zum Mond» aus dem Jahr 1902. Seither hat sich das Filmgenre immer wieder neu erfunden. Mal musste sich die Menschheit gegen Ausserirdische («Das Ding aus einer anderen Welt», «Independance Day») behaupten, mal gegen Tiere («Planet der Affen»), dann wieder gegen sich selbst beziehungsweise den wissenschaftlichen Fortschritt, der ausser Kontrolle gerät («Metropolis», «2001: A Space Odyssey»).

Spiegel der Träume und Ängste

Was in den gut 100 Jahren Sciencefiction gleich blieb: Stets funktionierten die Filme als Spiegel, der die Träume und Ängste des Menschen zeigt. Im besten Fall werden die Filme auch dazu genutzt, indirekt politische oder soziale Themen zu kommentieren. Oder philosophische Themen wie die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach Gott oder ob wir allein im Universum sind, zu erörtern. Und das Wichtigste: zu unterhalten, und zwar bigger than life. Unterhaltung quasi, die nicht von dieser Welt ist. In unserer Bildstrecke stellen wir die kommenden Sciencefiction-Highlights vor.

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