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Viel Aufhebens um eine Schelle

Der «Schellen-Ursli» ist ein bimmelndes und meckerndes Stück Swissness geworden. Immerhin hat Auftragsregisseur Xavier Koller seine Verklärungsästhetik à la «Dällebach Kari» etwas zurückgeschraubt.

Es herrscht tiefster Winter. Die Kamera fliegt hoch, schnüffelt aber bald wie ein Hund durchs verlassene Dorf. Kein Mensch da. Wo sind denn alle hin? Gemach, das wird im Verlauf des Films noch erzählt, aber erst mal dringt die Kamera durch das vermutlich bekannteste Holztor des Engadins, wo der Schellen-Ursli alias Uorsin (Jonas Hartmann) Geissen hütet, sein Vater (Marcus Signer) Käselaibe fabriziert und die Mutter (Tonia Maria Zindel) auch irgendwas tut, zum Beispiel von der Wichtigkeit der grossen Glocke an der Decke erzählen.

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