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Vampire als Hüter der Kultur

Dank Jim Jarmusch und Roman Polanski endeten die 66. Filmfestspiele in Cannes im reinsten Vergnügen.

Der Regisseur, seine Frau und sein jüngeres Alter Ego: Roman Polanski, Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric in «La Venus à la fourrure».
Der Regisseur, seine Frau und sein jüngeres Alter Ego: Roman Polanski, Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric in «La Venus à la fourrure».
Cineliz (Keystone/Allpix)

Der Kreis schliesst sich. Wie zum Auftakt mit «The Great Gatsby» tobt am Samstag nochmals ein heftiges Gewitter in Cannes, aber diesmal nur im Film. Dann öffnen sich wie von Geisterhand die Türen zu einem Theater, und plötzlich steht da diese Frau im Parkett, patschnass und wie aus dem Nichts. Der Saal ist leer, nur der Regisseur ist noch da. Er will Leopold von Sacher-Masochs Roman «Venus im Pelz» auf die Bühne bringen, findet aber einfach keine Darstellerin, die seinen Wünschen entspricht. Und jetzt muss er auch noch dieses lästige Dummchen namens Vanda abwimmeln, das in Lack und Leder eingetrudelt ist, während doch daheim seine Verlobte wartet.

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