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Russland plant Quote für einheimische Filme

Wie zu Sowjetzeiten soll ein bestimmter Prozentsatz an russischen Filmen in den Kinos gezeigt werden müssen. Sozialkritische Themen hätten so kaum noch Aussicht auf Förderung.

Bestimmt auch über die russische Filmförderung: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Bestimmt auch über die russische Filmförderung: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Keystone

«Man muss die Quotierung für das russische Kino einführen, ohne dies ist dem russischen Kino nicht zu helfen», sagte Kulturminister Wladimir Medinski der Agentur Interfax zufolge am Montag.

Zwangsvorgaben für Kinos sind umstritten. Bisweilen beklagen unabhängige Regisseure, dass in Russland, wo Kremlchef Wladimir Putin auch über die Filmförderung bestimmt, oft nur patriotische Stoffe gefördert würden. Filmemacher werfen der Staatsführung immer wieder Zensur bei der Auswahl von Sujets vor.

«Zu Sowjetzeiten gab es eine Quote für amerikanisches Kino - sechs Filme pro Jahr. Und die sowjetischen Filme machten gute Kasse», sagte Medinski. Die Quote solle in Kürze per Gesetz festgelegt werden. «Ich denke, 20 Prozent sind eine ordentliche Zahl.»

Gegner von Zwangsvorgaben betonen, dass sich Filme am Markt behaupten müssten. Russische Filme über sozialkritische Themen oder etwa Homosexualität haben jedoch kaum Aussicht auf Förderung oder Vertrieb in Kinos des grössten Landes der Erde.

SDA

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