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Rasend unsympathisch

Kräftemessen unter Kerlen: Das 9. Zurich Film Festival startet morgen mit dem Formel-1-Drama «Rush». Daniel Brühl spielt den verbissenen Niki Lauda, der nach seinem Unfall eine wundersame Rückkehr feiert.

Anfang der Siebzigerjahre treffen zwei junge Rennfahrer in der Formel 3 aufeinander: Der gutaussehende Brite James Hunt ist auf wie abseits der Rennstrecke ein Playboy, der sich nur zu gerne mit Frauen und Alkohol vergnügt und kein Risiko scheut, um zum Sieg zu gelangen.
Anfang der Siebzigerjahre treffen zwei junge Rennfahrer in der Formel 3 aufeinander: Der gutaussehende Brite James Hunt ist auf wie abseits der Rennstrecke ein Playboy, der sich nur zu gerne mit Frauen und Alkohol vergnügt und kein Risiko scheut, um zum Sieg zu gelangen.
PD
Nicht unterschiedlicher könnte sein österreichischer Gegner Niki Lauda sein: Stets mit viel Kalkül agierend, macht er sich mit seiner verkniffenen Art und seinem arroganten Auftreten bei niemandem beliebt. Dank seines in Österreich berühmten Nachnamens kann er sich jedoch genügend Geld zusammenleihen, um sich einen Sitz bei einem Formel-1-Rennstall zu kaufen. Und dank seines unglaublichen Gespürs für die technische Abstimmung der Rennboliden fährt er schnell die ersten Erfolge ein.
Nicht unterschiedlicher könnte sein österreichischer Gegner Niki Lauda sein: Stets mit viel Kalkül agierend, macht er sich mit seiner verkniffenen Art und seinem arroganten Auftreten bei niemandem beliebt. Dank seines in Österreich berühmten Nachnamens kann er sich jedoch genügend Geld zusammenleihen, um sich einen Sitz bei einem Formel-1-Rennstall zu kaufen. Und dank seines unglaublichen Gespürs für die technische Abstimmung der Rennboliden fährt er schnell die ersten Erfolge ein.
PD
Nachdem Lauda 1975 für Ferrari den Formel-1-Weltmeistertitel holen konnte, wird das Jahr 1976 schliesslich zum Schicksalsjahr für die beiden Fahrer.
Nachdem Lauda 1975 für Ferrari den Formel-1-Weltmeistertitel holen konnte, wird das Jahr 1976 schliesslich zum Schicksalsjahr für die beiden Fahrer.
PD
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Treffen sich ein Brite und ein Österreicher, beides Rennfahrer. Sagt der Österreicher zum Briten: «Oaschloch». Entgegnet dieser: «Asshole». Ein Österreicher Witz ist das nicht, aber eine Pointe gibts trotzdem: Beide haben recht.

Damit wären wir auch schon bei der schönsten Qualität von Ron Howards «Rush», dieser filmischen Rückblende in den Rennzirkus der 70er-Jahre: Es ist die ungenierte Lust, mit der hier zwei nicht eben sympathische Rivalen so lange gegeneinander ausgespielt werden, bis den beiden gar nichts mehr übrig bleibt, als gegenseitig ihren Respekt zu bekunden. Auch wenn sich dieser ­Respekt dann in der ungemein würdevollen Geste eines ausgestreckten Mittelfingers artikuliert. Die Eloquenz der Männer!

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