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Oscar-Nominationen: «Courgette» jubelt mit «TGV»

Ein historischer Moment für die Schweiz: Der Animationsfilm «Ma vie de Courgette» und der Kurzfilm «La femme et le TGV» holen je eine Oscarnomination. Hoher Favorit für die Verleihung ist das Musical «La La Land».

Oscarnominiert: Der Schweizer Kurzfilm «La femme et le TGV». zvg
Oscarnominiert: Der Schweizer Kurzfilm «La femme et le TGV». zvg
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Oscarnominiert: Der Schweizer Animationsfilm «Ma vie de Courgette». zvg
Oscarnominiert: Der Schweizer Animationsfilm «Ma vie de Courgette». zvg
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Der grosse Favorit für 2017: «La La Land» mit Ryan Gosling und Emma Stone wurde insgesamt 14-mal für einen Oscar nominiert.
Der grosse Favorit für 2017: «La La Land» mit Ryan Gosling und Emma Stone wurde insgesamt 14-mal für einen Oscar nominiert.
Keystone
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Nein, das gabs noch nie – zwei Schweizer Filme, die im selben Jahr auf einen Oscar hoffen dürfen. 2017 ist diesbezüglich ein Jahr für die Geschichtsbücher. «Ma vie de Courgette», der Animationsfilm des Walliser Regisseurs Claude Barras, hat mit seiner Oscarnomination grosse US-Produktionen wie «Finding Dory» oder «Sing» aus dem Feld geschlagen.

Die Geschichte um einen rundköpfigen Knaben, der sich im Waisenhaus gegen gleichaltrige Leidensgenossen behaupten muss, hatte zuvor bereits eine Golden-Globe-Nomination errungen. Auch der Zürcher Regisseur Timo von Gunten darf sich über eine Oscarnomination freuen. Sein Kurzfilm «La femme et le TGV» erzählt – in fiktiver Form – die wahre Geschichte von Sonja Schmid aus Ferenbalm-Gurbrü im Westen Berns.

Schmid hatte jahrelang in ihrem am Bahngleis liegenden Haus vorbeibrausenden TGV zugewinkt. Ihre Rolle wird im Film von Jane Birkin gespielt. Mit dem Spielfilm «Toni Erdmann» und dem Dokumentarfilm «I Am Not Your Negro» holten zwei weitere Werke eine Nomination, die von Schweizern koproduziert wurden.

Haushoher Favorit für die Oscarverleihung Ende Februar ist Damien Chazelles Musical «La La Land». Mit 14 Oscarnominationen schliesst der Film zu den bisherigen Nominationsrekordhaltern «All About Eve» (1951) und «Titanic» (1998) auf. Aussichtsreichste Verfolger von «La La Land» sind Denis Villeneuves Science-Fiction-Film «Arrival» und Barry Jenkins’ Drama «Moonlight» (je acht Nominationen).

Chancen ausrechnen dürfen sich ausserdem Mel Gibsons «Hacksaw Ridge» (Kritik siehe unten), Kenneth Lonergans «Manchester by the Sea» und Garth Davis’ «Lion» (je sechs Nominationen).

Jünger, dunkler, Streep

Drei Dinge stechen bei der diesjährigen Oscarauswahl ins Auge. Erstens: Durch eine Verjüngung der Academy ist auch das Alter der nominierten Filmemacher gesunken. «La La Land»-Regisseur Damien Chazelle ist erst 32-jährig, «Moonlight»-Regisseur Barry Jenkins 37.

Zweitens: Nach zwei Oscarjahren unter Ausschluss nicht weisser Darsteller (#OscarsSoWhite) hat nun der Wind gedreht: Von zwanzig möglichen Schauspielnominationen gingen sechs an Dunkelhäutige. Und drittens: Oscardarling Meryl Streep bricht mit ihrer jüngsten Nomination («Florence Foster Jenkins») einen Rekord. Sie ist die erste Schauspielerin, die es auf zwanzig Oscarnominationen gebracht hat.

«Ma vie de Courgette»:ab 16. 2. im Kino. «La femme et le TGV»: ab 29. 1. in der Cinématte, Bern. Oscarverleihung: 26. 2.

Die Trailer zu den nominierten Schweizer Produktionen:

Trailer zu «La femme et le TGV». Video: Youtube/jacquesabale

Trailer zu «Ma vie de Courgette». Video: Youtube/Unifrance

Trailer zu «I am not your negro». Video: Youtube/Magnolia Pictures & Magnet Releasing

Trailer zu «La La Land». Video: Youtube/Lionsgate Movies

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