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Nach dem Weltuntergang das erotische Erwachen

Der radikale dänische Filmregisseur Lars von Trier begibt sich mit seinem neusten Projekt einmal mehr auf heikles Terrain.

Ein Provokateur vor dem Herrn: Regisseur Lars von Trier.
Ein Provokateur vor dem Herrn: Regisseur Lars von Trier.

Der dänische Regisseur Lars von Trier («Antichrist») kündigt für seinen nächsten Film explizite Sexszenen an. In «Nymphomaniac» werde er die sexuelle Entwicklung einer Frau von der Geburt bis zu ihrem 50. Lebensjahr darstellen, sagte er dem Fachblatt «Entertainment Weekly». Dass dabei auch die sexuelle Erregung eines Mädchens gezeigt werde, stelle ein juristisches Problem dar, das zurzeit in Abklärung sei. Laut von Trier zeige er selbstverständlich auch Penetrationen. Der Film dürfe aber keineswegs als Porno missverstanden werden. «Es ist ein Film mit viel Sex und ebenso mit viel Philosophie», erklärte er. Gedreht werden soll kommenden Sommer. Geplant sind zwei Versionen des Films, eine «Softcore»- und eine «Hardcore»-Variante.

Vorbild für Breivik?

Von Trier wird mit dem Film seinem Ruf als Provokateur einmal mehr gerecht. Kontroverse Sexszenen sind für Lars von Trier nichts Neues, sie kamen unter anderem auch schon in seinen Filmen «Idioten» (1998) und «Antichrist» (2009). Am diesjährigen Filmfestival von Cannes sorgte er mit Nazi-Sprüchen für Schlagzeilen. Und vor wenigen Tagen musste er zu seinem Film «Dogville» Stellung nehmen, der dem Massenmörder Anders Breivik offenbar als Inspiration für seine Tat gedient hatte. Unbedenklich – wenn auch ungewöhnlich – ist hingegen von Triers aktuelles Werk «Melancholia», ein Hochzeitsfilm vor dem Hintergrund des Weltuntergangs. Der Film kommt im Oktober in die Kinos.

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