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Mission: Impossible?

Mit der Actionkomödie «Knight and Day» kämpft sich Tom Cruise an der Seite von Cameron Diaz auf die Leinwand zurück. In den USA blieb der Film jedoch unter den Erwartungen. Muss man den Megastar jetzt abschreiben?

So etwas hat Tom Cruise in den letzten zwanzig Jahren nie erlebt: Ein Actionfilm mit ihm in der Hauptrolle spielt am US-Startwochenende «bloss» 20,1 Millionen Dollar ein. Gekostet hat «Knight and Day» 107 Millionen. Cruise spielt darin – einmal mehr – einen smarten Geheimagenten, der von den eigenen Leute gejagt wird, also wie üblich: einen Helden. Auf der Flucht verliebt er sich in eine ungeschickte Blondine (Cameron Diaz), die ihn fortan in seinen Aktionen mehr behindert als unterstützt. Diese Tour de force gilt für den 48-Jährigen Cruise als Comeback, denn sein letzter Auftritt in diesem Genre – in «Mission: Impossible III» – liegt vier Jahre zurück. Knapp 50 Millionen Dollar verbuchte der Film damals in den ersten drei Tagen.

«Knight and Day» ist ein leichter Sommerfilm mit glänzenden Momenten: Wenn sich Roy (Cruise) von June (Diaz) nicht abschütteln lässt und er im Restaurant, auf dem Autodach oder der berühmten einsamen Insel in Stalker-Manier Kopf und Kragen für sie riskiert, ist das originelles Kino mit Ironie, Tempo und Witz. Nur fehlt der Story auf Dauer die Raffinesse, lässt mangels unvorhersehbarer Wendungen die Spannung nach, und auch Romantik will zwischen Diaz und Cruise nicht aufkommen. Vielleicht hat man die beiden einfach schon zu oft auf der Leinwand gesehen.

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