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Michael Hanekes «Amour» ist Filmpreis-Favorit

Das Drama um die letzten Wochen einer alten Liebe ist gleich sechsmal beim Europäischen Filmpreis nominiert. Bei den Kurzfilmen sind zwei Schweizer Beiträge im Rennen.

mw

Michael Hanekes «Amour» ist mit sechs Nominationen Favorit für den Europäischen Filmpreis 2012. Der Film zeigt die letzten Wochen und Monate einer gefestigten alten Liebe, bevor der Tod sie scheidet. Dicht auf den Fersen sind dem österreichischen Cannes-Gewinner mit je fünf Nominationen Steve McQueens «Shame» und Thomas Vinterbergs «Jagten».

«L'enfant d'en haut» von Ursula Meier hat es nicht in die Endausmarchung geschafft. Die 31-jährige Belgierin Emilie Dequenne ist für ihre Rolle im Drama «A Perdre La Raison», einer internationalen Koproduktion mit Schweizer Beteiligung des Belgiers Jochim Lafosse, für den Preis als beste Schauspielerin nominiert. Und mit «Einspruch VI» sowie «L'ambassadeur et moi» hat die Schweiz zwei Kurzfilme im Rennen.

Hochkarätige Konkurrenz

Mit Nina Hoss (»Barbara»), Emmanuelle Riva (»Amour»), Kate Winslet (»Carnage») und Margarethe Tiesel (»Paradis: Liebe») hat Dequenne hochkarätige Konkurrenz. Bei den Schauspielern wurden Francois Cluzet und Omar Sy (»Intouchables») gemeinsam nomiert, wie die Europäische Filmakademie am Samstag in Sevilla bekannt gab.

Die Franzosen treten an gegen Michael Fassbender, der für seine Rolle eines Sexsüchtigen in «Shame» als bester Darsteller nominiert ist, sowie gegen Jean-Louis Trintignant (Amour»), Mads Mikkelsen (»Jagten») und Gary Oldman (»Tinker Tailor Soldier Spy»).

Drei Nominationen für «Intouchables»

Der französische Überraschungserfolg und Publikumsliebling «Intouchables» von Olivier Nakache und Eric Toledano erhielt insgesamt drei Nominationen. Im Rennen um den besten Film sind zudem «Amour», «Barbara», «Shame» und «Jagten» sowie der italienische Berlinale-Gewinner «Cesare deve morire».

Als beste Regisseure gehen Michael Haneke (»Amour»), Steve McQueen (»Shame»), Paolo und Vittorio Taviani (»Cesare deve morire»), Thomas Vinterberg (»Jagten») und Nuri Bilge Ceylan (Once Upon a Time in Anatolia) an den Start.

In der Auswahl für die besten Drehbuchschreiber sind neben den Machern von «Amour», «Jagten» und «Intouchables» auch der Rumäne Cristian Mungiu (»Beyond the Hills») sowie Roman Polanski und Yasmina Reza (»Carnage»).

Bereits bekannt waren die Anwärter in der Kategorie Dokumentarfilm: Hier tritt Manuel von Stürlers Erstling «Hiver Nomade» über Westschweizer Schafhirten an gegen das Grossstadt- Porträt «London: The Modern Babylon» von Julien Temple und den belgischen Film «Le Thé ou l' Electricité» von Jérôme Le Maire.

Preisverleihung im Dezember auf Malta

Die Europäische Filmakademie zeichnet jedes Jahr die besten Filme, Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Cutter, Szenen- und Kostümbildner aus. Im vergangenen Jahr ging der Hauptpreis für den besten Film an den umstrittenen dänischen Filmemacher Lars von Trier für sein Werk «Melancholia».

Die Auszeichnung wird abwechselnd in Deutschland und in einem anderen europäischen Land vergeben. Dieses Jahr werden die Gewinner des Europäischen Filmpreises am 1. Dezember auf Malta gekürt.

(SDA)

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