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Kurzfilm der Woche: Und plötzlich ist da ein schwarzer Mann

Der Kurzfilm der Woche zeichnet nur auf den ersten Blick das Bild eines sorgenfreien Strandtages. Denn bald geht es um Polizisten, Hunde, Flüchtlinge.

Am Strand: «Miramare» von Michaela Müller.

Salz auf der Haut, Sand zwischen den Zehen und das Glace tropft: Die Geschwister in Michaela Müllers Animationsfilm «Miramare» lassen sich durch ihre Kindersommerferien irgendwo in Südeuropa treiben.

Im pastellfarbenen Stranduniversum scheint die Idylle zunächst perfekt: Das Meer rauscht, die Bälle fliegen leicht und leuchtend durch die Luft und die rauschenden Stimmen aus dem Radio vermischen sich mit dem Gekreische der Möwen zum perfekten Soundtrack des Sommers. Doch die Sorglosigkeit endet vor einem Verbotsschild, das den Zugang zu einer anderen, dunkleren Welt markiert. Alsbald zieht ein erzürnter Sturm auf, der das rote Zelt, die schützende Hülle der Ferienfamilie, davonreisst.

Michaela Müller möchte in «Miramare» auf Paralleluniversen hinweisen: Dort, wo vermeintliche Ferienidylle herrscht, kämpfen illegale Immigranten um ihre Existenz. Für ihren mit Pinsel auf Glas gemalten Kurzfilm hat die gelernte Malerin diverse Auszeichnungen gewonnen, unter anderem den Schweizer Filmpreis Quartz für den besten Animationsfilm 2011 sowie ein Jahr davor den Preis für den besten Schweizer Beitrag am Animationsfilm-Festival Fantoche, dessen diesjährige Ausgabe am Sonntag in Baden zu Ende geht.

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