Kurzfilm der Woche: Einstein auf Ecstasy

Kurzfilm der Woche

Peter Volkart gehört zu den Kurzfilm-Magiern der Schweiz. Sehen Sie hier seinen faszinierenden Streifen «Terra incognita», für den Volkart mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet wurde.

Grandioser Collage-Streifen: «Terra incognita» von Peter Volkart (Film wegen technischer Probleme leider nicht verfügbar).

Grandioser Collage-Streifen: «Terra incognita» von Peter Volkart (Film wegen technischer Probleme leider nicht verfügbar).

Kleben und kleistern und basteln und bauen und inszenieren: Peter Volkarts Filme sind kleine Meisterwerke der Collage. Ein Film wie «Terra incognita», 2006 mit dem Schweizer Filmpreis prämiert, vereint Volkarts Kompositionskunst auf faszinierende Weise mit seinem Flair für Science-Fiction-Retro-Schauplätze.

Der 55-jährige Zürcher, der in New York studiert hat, erzählt in diesem 18-minütigen Kurzfilm die durchaus ein wenig vertrackte Geschichte des jungen Physikers Igor Leschenko, der erst mit Versuchen, die Schwerkraft auszutricksen, auf sich aufmerksam macht, dann an einem Kongress der Pataphysiker in einen Wissenschaftsstreit mit ungutem Ende verwickelt wird ... der neue Hoffnung schöpft und sich auf die Suche nach dem sagenhaften Gravitätspunkt machen will, der dann allerdings melancholisch wird und sich in ein Sanatorium auf Kur begibt, dort Josef K. Fischbein trifft und ebendiesem von einem Riesentrüffelfeld in der Nähe des Gravitätspunktes vorschwärmt ... worauf Fischbein ihn begeistert auf die Reise schickt, wonach der besagte junge Physiker Igor Leschenko losfährt, und zwar vorbei am berüchtigten Offshore-Vergnügungszentrum Morphopolis, vorbei an Novosuburbia, am angeblich strategisch wichtigen Trans-Suburbia-Kanal, der von Fürst Popov kontrolliert wird, hinein in ein Hotel, in dem er etwas in sein Tagebuch notiert («Ist Heimat nicht da, wo ich noch nie war?») ... worauf die Reise weitergeht nach Port Okabi, von dort ins Karfunkel-Archipel, vorbei am trostlosen Ort Subotika, wo zahnlose Zwerge hausen, was Leschenko aber nicht weiter interessiert, denn er reist weiter und weiter, dem 75. Breitengrad entgegen, dem grossen Ziel, Nanopol entgegen – «und dann geschieht das Mirakel!».

Können Sie es nachvollziehen? Nein? Und Sie haben sich den Film schon dreimal angeschaut? Dann lesen Sie doch Raymond Roussel!

lsch

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