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Kurzfilm der Woche: «De hets aube Gschnätzlets gä»

Mit seiner Diashow «Habakuk» projiziert der Tausendsassa Matto Kämpf Surreales auf das Berner Landleben.

Am Anfang kann mans ja noch glauben. Der Vater kommt über den Hügel nach Hause, der Erzähler sitzt am Abendtisch («hingerem Brot»), und die Grosseltern fläzen auf der Wiese. Da ist diese rurale Atmosphäre, die wohlbekannt ist und die fast jeder schon erlebt oder, eben, mindestens in einem Fotoalbum oder an einer Diashow gesehen hat. Bergpanorama, Landspital, das abendliche Fondue et cetera. Der Berner Autor, Kolumnist, Theater- und Kurzfilmemacher Matto Kämpf kennt das Ländlich-Bernische präzis – noch wenn er «Südwestburundi» sagt, schwingt Berner Oberland mit.

Aber dann, bitte schön: die Mutter, die mit dem Mäher ein Reh zerfräst («De hets aube Gschnätzlets gä»)? Die ausgestopften Giraffen in der Scheune? Margaret Thatcher als Primarlehrerin? Es macht den Anschein, als erteile uns Kämpf mit seinem Filmchen eine Lektion in Absurditätsabhärtung, ganz nach Ionesco: «Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht.»

Was für ein Habakuk – und was für ein herrlicher!

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