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Kevin allein im Auto

Sozialdiagnose, PS-Western, Retrokult: Der Film «Drive», seit einer Woche in den Kinos, gibt Rätsel auf. Zwei Redaktion Tamedia-Redaktoren proben die Entschlüsselung.

Linus Schöpfer: «Drive» ist ein fantastisch-verlockendes Tummelfeld für Interpreten, wie die vielen Rezensionen zeigen: Von Film Noir ist die Rede, von Grindhouse, von Tarantino, von Steve McQueen, von den Grimmschen Märchen sogar. Und hier gleich eine weitere Deutung nachgeschoben: Versinnbildlicht der Film nicht auch die dominierende soziale Atmosphäre der USA zu Beginn der 10er-Jahre – diese abstumpfende Melange aus unvermindert exzessivem Materialismus einerseits und neuartigen ökonomischen Zumutungen andererseits?

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