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«Keiner hat Putins politisches Kaliber»

Werner Herzogs neuester Dokumentarfilm ist eine Begegnung mit Michail Gorbatschow – und eine Reflexion über das heutige Russland.

Seitdem die Filme von Werner Herzog im Netz zu finden sind, hat er ein sehr junges Publikum. Foto: Dirk Bruniecki (laif)

Seitdem die Filme von Werner Herzog im Netz zu finden sind, hat er ein sehr junges Publikum. Foto: Dirk Bruniecki (laif)

Pascal Blum@pascabl

Herr Herzog, Sie sind ein sehr erfindungsreicher Regisseur, gerade auch in Ihren Dokumentarfilmen. Hat das etwas mit Ihrer Kindheit zu tun? Sie haben einmal beschrieben,wie Sie nach dem Krieg in Deutschland Ihr eigenes Spielzeug erfunden haben.
Ich glaube, Kino ist doch etwas anderes als eine Kindheit ohne Spielzeug. Aber natürlich weisen Sie auf etwas hin, was andere Dokumentarfilmregisseure nicht machen. Ich stilisiere ja in den Dokumentarfilmen, erfinde oder inszeniere. So wie man in einem Spielfilm einen schlecht geratenen Take wiederholt, mache ich das auch im Dokumentarfilm. Ich mache das deshalb, weil es Dinge gibt jenseits des rein Faktischen. Deshalb glaube ich, dass meine Dokumentarfilme immer eine merkwürdige Lebendigkeit haben.

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