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«Man hält mich für einen Afrika-Experten, nur weil ich schwarz bin»

Szene aus «Boyz n the Hood» von John Singleton (1991).

Mr. de Cuir Jr., in den ersten Vorführungen der Locarno-Retrospektive zum schwarzen Kino war ein Meer von weissen Köpfen zu sehen. Frustriert Sie das nicht?

Mit dem Thema der Blackness scheinen sich trotzdem vor allem bleiche Mittelstands-Kids zu beschäftigen.

In der Retrospektive laufen Filme von Spike Lee und Quentin Tarantino – es soll kein «Ghetto» sein für schwarze Regisseure, wie Sie sagen. Was heisst das?

«Black Light»

Das heisst auch: Nur weil jemand schwarz ist, thematisiert er noch nicht die Realitäten einer schwarzen Lebenswelt. Am neuen «Lion King» hat selbst Beyoncé mitgearbeitet, aber das Afrikabild ist immer noch Kitsch.

Haben Sie als Afroamerikaner selbst eine Klischeevorstellung von Afrika?

Greg de Cuir Jr. ist Kurator und Publizist, arbeitete u.a. für die National Gallery of Art in Washington D.C. oder das Los Angeles Filmforum. Er lebt in Belgrad.

Afrikanische Filme kommen in «Black Light» auch nicht vor.

Wie würden Sie Ihre Beziehung zum Kontinent beschreiben?

Der Blaxploitation-Klassiker «Coffy» und 10 weitere Filmtipps aus dem Locarno-Programm.

Mit Filmen wie «Black Panther» oder «Us» machen schwarze Regisseure heute Hollywoodkarriere. Schaffen sie es auch, die Sichtweise auf Afrika und afrikanische Herkunft zu verändern?

Geben Sie uns zum Schluss zwei Empfehlungen aus der Retrospektive.

Das Filmfestival ist eröffnet

Bild: Keystone