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«Diana» spaltet die Gemüter

Die Weltpremiere des ersten grossen Kinofilms über Prinzessin Diana hat in Grossbritannien Kontroversen ausgelöst.

Sie fürchtete, nach der Premiere in England das Land verlassen zu müssen: Naomi Watts, die in «Diana» in die Rolle der Lady Di schlüpft, an der Premiere in London. (05.09.2013)
Sie fürchtete, nach der Premiere in England das Land verlassen zu müssen: Naomi Watts, die in «Diana» in die Rolle der Lady Di schlüpft, an der Premiere in London. (05.09.2013)
Keystone
Watts fragt sich, was die Königsfamilie vom Film hält: Die Schauspielerin posiert an der London-Premiere. Mitglieder der Königsfamilie tauchen wie erwartet keine auf. (05.09.2013)
Watts fragt sich, was die Königsfamilie vom Film hält: Die Schauspielerin posiert an der London-Premiere. Mitglieder der Königsfamilie tauchen wie erwartet keine auf. (05.09.2013)
Keystone
... und liess sich von den englischen Fans fotografieren. (05.09.2013)
... und liess sich von den englischen Fans fotografieren. (05.09.2013)
Keystone
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Entlang des Roten Teppichs in London jubelten am Donnerstagabend vergleichsweise wenig Schaulustige «Diana»-Hauptdarstellerin Naomi Watts zu. In den Medien fand das glamouröse Ereignis am Freitag ein extrem geteiltes Echo. Erste Filmkritiken reichten vom vollkommenen Verriss bis hin zu Lob für den deutschen Regisseur Oliver Hirschbiegel. Wie erwartet waren zu der Premiere keine Besucher aus dem britischen Königshaus erschienen. Watts trat im weissen Kleid mit hohem Beinausschnitt auf und gab reichlich Autogramme.

Hirschbiegel, auf der Insel vor allem durch seinen Oscar-nominierten Film «Der Untergang» über die letzten Tage Adolf Hitlers bekannt, stellte sich auch den kritischen Fragen der britischen Journalisten. Diese hatten «Diana» mit Spannung, vor allem aber mit Skepsis erwartet. In der Deutschschweiz kommt der Film am 9. Januar 2014 in die Kinos.

Angst vor den Royals

Obwohl das Interesse an Diana in den vergangenen Jahren merklich abgenommen und sich auf ihren Sohn Prinz William und dessen Frau Kate verlagert hat, spaltet die «Königin der Herzen» bis heute die Öffentlichkeit. Während sie einerseits weiter extrem verehrt wird, betonen andere ihre negativen Eigenschaften. Kritiker hatten noch vor der «Diana»-Weltpremiere erklärt, dass es unpassend sei, einen Film über die Prinzessin zu machen.

Watts gab zu, vor der Premiere sehr nervös gewesen zu sein, und danach womöglich «das Land verlassen» zu müssen. Sie war in Grossbritannien zur Welt gekommen, zog später aber nach Australien. «Ich hatte Angst davor, die berühmteste Frau unserer Zeit zu spielen, weil man so viel verglichen wird und die Menschen denken: Sie gehört uns», sagte sie. Als sie sich näher mit ihr beschäftigte, sei sie fasziniert gewesen und habe viele neue Seiten an ihr entdeckt. Watts machte sich nach eigenen Angaben auch Sorgen darum, wie Dianas Familie sich fühlen könnte. Bislang habe der Film den Segen des britischen Königshauses noch nicht bekommen. «Sie werden wohl keinen Kommentar abgeben», sagte Watts.

«Letzte Liebe»

Regisseur Hirschbiegel ging es nach eigenen Angaben vor allem darum, eine Liebesgeschichte zu erzählen. Im Mittelpunkt steht die Beziehung von Diana zu dem pakistanischen Herzchirurgen Hasnat Khan - gespielt von «Lost»-Star Naveen Andrews - in ihren letzten zwei Lebensjahren. «Wenn man die beiden Namen herausnehmen würde, wäre es trotzdem eine wunderbare Liebesgeschichte», sagte Hirschbiegel.

Diana war am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen, wenige Wochen, nachdem Khan und sie sich getrennt hatten. Der Film basiert zum Teil auf dem Buch «Diana - Her Last Love» der Autorin und Journalistin Kate Snell.

SDA

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