Der Terror als Slapstick

Die Satire «The Death of Stalin» spielt 1953, bezieht sich aber auch auf die autoritäre Politik von Putin. In Russland darf der Film nicht gezeigt werden.

Stalins Entourage fällt sich gegenseitig in den Rücken: Molotow (Michael Palin), Malenkow (Jeffrey Tambor) und Wassili Stalin (Rupert Friend). Foto: Nicola Dove

Pascal Blum@pascabl

Nur ein toter Diktator ist ein guter Diktator. Ein schwerkranker ist ein Problem. Er könnte ja wieder gesund werden, und dann würde sich sein Zorn über alle ausbreiten, die gerade in der Nähe sind. Ungefähr so ist die Situation am 2. März 1953, als Josef Stalin in seiner Moskauer Datscha reglos und in seinem eigenen Urin am Boden liegt. Er schafft es noch, den Wächter zu sich zu winken, der die Post hereinbringen will. Der Herrscher wird aufs Sofa gehievt, per Telefon werden die Mitglieder des mächtigen Politbüros zusammengerufen.

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