Das sind die Oscar-Nominierungen 2019

Eben gingen in Los Angeles die Nominierungen über die Bühne. Die Abräumer und Überraschungen.

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Ist das nun der Hollywood-Durchbruch für Netflix? «Roma» hat gestern zehn Oscar-Nominationen erhalten und liegt damit – zusammen mit dem Kostümdrama «The Favourite» – an der Spitze der Liste, vor «A Star Is Born» und «Vice» mit je acht Nennungen. Erstmals in der Geschichte der Oscars wird somit bei der Verleihung am 24. Februar ein Film als Favorit ins Rennen steigen, den die meisten Menschen nicht im Kino gesehen haben, sondern auf der Streaming-Plattform.

Aber man soll sich nicht täuschen lassen. Die Akademiemitglieder haben bei ihrer Wahl kaum über die Zukunft des Kinos nachgedacht. Sondern einfach den Film von Alfonso Cuarón auszeichnen wollen, einen geachteten Regisseur, der vor vier Jahren bereits den Oscar für «Gravity» erhalten hatte. «Netflix und die Kinos sollten in Zukunft zusammenarbeiten», sagte der mexikanische Regisseur bereits nach dem Gewinn des Golden Globes im Januar.

Traditionelles Arthouse-Kino ist dagegen der zweite Film mit zehn Nominierungen: In «The Favourite» erzählt Yorgos Lanthimos eine bitterböse Geschichte vom englischen Königshof, wobei vor allem die Darstellerinnen überzeugen: Olivia Colman ist für ihre Queen Anne als beste Schauspielerin nominiert, Rachel Weisz und Emma Stone, die um ihre Gunst kämpfen, beide als beste Nebendarstellerinnen.

Grosse Überraschungen blieben aus. Wie oft zuvor wetteifern auch 2019 fünf Männer und keine Frau um die beste Regie. Mit «Black Panther» ist erstmals ein Superhelden-Abenteuer als bester Film nominiert. Und Cineasten hätten beim besten fremdsprachigen Film lieber den koreanischen «Burning» auf der Liste gehabt als das pathetische «Werk ohne Autor» des deutschen Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck. Aber letztlich ist das egal – gewinnen in dieser Kategorie wird sowieso «Roma».

Die N0minierten in den Hauptkategorien:

Bester Film:

«Black Panther» «BlacKkKlansman» «Bohemian Rhapsody» «The Favourite» «Green Book» «Roma» «A Star Is Born» «Vice»

Bester Hauptdarsteller:

Christian Bale, «Vice» Bradley Cooper, «A Star Is Born» Willem Dafoe, «At Eternity’s Gate» Rami Malek, «Bohemian Rhapsody» Viggo Mortensen, «Green Book»

Beste Hauptdarstellerin:

Yalitza Aparicio, «Roma» Glenn Close, «The Wife» Olivia Colman, «The Favourite» Lady Gaga, «A Star Is Born» Melissa McCarthy, «Can You Ever Forgive Me?»

Bester Regisseur:

Spike Lee, «BlacKkKlansman» Pawel Pawlikowski, «Cold War» Yorgos Lanthimos, «The Favourite» Alfonso Cuarón, «Roma» Adam McKay, «Vice»

Bester Nebendarsteller:

Mahershala Ali, «Green Book» Adam Driver, «BlacKkKlansman» Sam Elliott, «A Star Is Born» Richard E. Grant, «Can You Ever Forgive Me?» Sam Rockwell, «Vice»

Beste Nebendarstellerin:

Amy Adams, «Vice» Marina de Tavira, «Roma» Regina King, «If Beale Street Could Talk» Emma Stone, «The Favourite» Rachel Weisz, «The Favourite»

Bester fremdsprachiger Film:

«Capernaum» (Lebanon) «Cold War» (Poland) «Never Look Away» (Germany) «Roma» (Mexico) «Shoplifters» (Japan)

Bester Dokfilm:

«Free Solo», Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi «Hale County This Morning, This Evening», RaMell Ross «Minding the Gap», Bing Liu «Of Fathers and Sons», Talal Derki «RBG», Betsy West, Julie Cohen

phz

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