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«Da war der Spass plötzlich vorbei»

Der Schweizer Regisseur Dani Levy über seinen neuen Film «Das Leben ist zu lang», jüdischen Humor und Quentin Tarantino.

«Die zweidimensionale Kinorealität kommt mir manchmal extrem eng vor»: Regisseur Dani Levy.
«Die zweidimensionale Kinorealität kommt mir manchmal extrem eng vor»: Regisseur Dani Levy.

Der Held in Ihrem neuen Film sagt einmal: «Komödien sind nicht unbedingt dazu da, die Menschen zu erfreuen!» Gestatten Sie die Rückfrage: Wozu denn sonst?So radikal, wie er das in seinem Albtraum sagt, würde ich diesen Satz selber ja nicht formulieren. Aber was er meint, das sehe ich genauso: Eine Komödie kann mehr sein als bloss heitere Unterhaltung. Jedenfalls ist es nicht ihre alleinige Aufgabe, die Menschen glücklich zu machen. Die Komödie kann ein sehr provozierendes, verstörendes Genre sein. Nehmen Sie etwa einen Komiker wie Sacha Baron Cohen: Was er macht, ist nie einfach nur lustig, sondern auch konfrontativ oder auch unappetitlich. Er spielt mit solchen Grenzüberschreitungen.

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