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Carla Juri steckt den Kopf in den Ofen

Gar nicht zum Fürchten: Frauke Finsterwalder zeigt im deutschsprachigen Spielfilmwettbewerb ihren Erstling «Finsterworld». Als Drehbuchautor mit dabei: Ihr Ehemann Christian Kracht.

Ganz neue Erkenntnis am 9. Zurich Film Festival (ZFF): München liegt nicht in Europa. Dort nämlich, am Münchner Filmfest, hatte der Film mit dem verwunschenen Titel «Finsterworld» im Juli seine Weltpremiere. Am ZFF wird er jetzt trotzdem als Europapremiere angekündigt, im deutschsprachigen Spielfilmwettbewerb. Europa klingt halt irgendwie grösser und glamouröser als so eine gewöhnliche Schweizer Premiere.

Ein bisschen schummeln gehört offenbar zum Geschäft, aber seis drum, der Film kann ja nichts dafür, und die Regisseurin auch nicht. Die heisst fast wie ihr Erstling, nämlich Frauke Finsterwalder. Nebenbei ist sie seit sechs Jahren mit dem Schweizer Schriftsteller Christian Kracht («Faserland») verheiratet, mit dem zusammen sie auch das Drehbuch geschrieben hat. Und im Titel schillert dieser Film schon mal richtig schön: Da hat die Regisseurin ihren eigenen Namen zu einem denglischen «Finsterworld» verballhornt, daneben klingt ihr erklärter Lieblingscomic «Ghost World» mit, vor allem aber natürlich der finstere Wald als mythologisch befrachtete deutsche Sehnsuchtslandschaft.

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