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Berner greifen nach dem Quartz

Am Samstag kommts zum grossen Showdown zwischen dem «Verdingbub» und «Dällebach Kari» im KKL Luzern. Für einen Quartz sind so viele Berner wie noch nie nominiert.

Max Hubacher und Nils Althaus: Wer macht das Rennen in Luzern?
Max Hubacher und Nils Althaus: Wer macht das Rennen in Luzern?
Walter Pfäffli / Adriana Bella

Und der Quartz 2012 geht nach Bern. So oder ähnlich wird es an der Verleihung des 16.Schweizer Filmpreises durchs KKL in Luzern schallen – und das gleich mehrmals: Markus Imbodens Emmentaler Drama «Der Verdingbub» und Xavier Kollers Romanze «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» treten als Kronfavoriten mit je sechs Nominierungen gegeneinander an. Die Konkurrenz darf sich höchstens Aussenseiterchancen ausrechnen. Das ist insofern erstaunlich, als in den letzten drei Jahren stets die Westschweiz triumphiert hat («La petite chambre», «Coeur animal», «Home»).

Hubacher vs. Althaus

Geradezu erdrückend ist die Dominanz des Berner Filmschaffens bei den Hauptdarstellern: Mit Nils Althaus («Dällebach Kari»), Max Hubacher («Der Verdingbub») und Saladin Dellers («Silberwald») sind in dieser Kategorie ausschliesslich Berner Schauspieler nominiert – eine eindrückliche Demonstration des wieder erstarkten Berner Filmschaffens.

Auch da kommts vermutlich zum Zweikampf: Max Hubacher, der dank einer fesselnden Leistung im «Verdingbub» als Shootingstar an die Berlinale fahren durfte, misst sich mit Nils Althaus, der bereits zweimal («Happy New Year», 2009, «Breakout», 2008) für einen Quartz nominiert war.

«Messies» vs. «Vol Spécial»

Bei den Hauptdarstellerinnen darf sich Lisa Brand, die Leinwandpartnerin von Max Hubacher in «Der Verdingbub», gute Chancen auf einen Quartz ausrechnen. Sie tritt gegen Carla Juri («Dällebach Kari») und die im Januar 2011 verstorbene Stephanie Glaser («Motel») an. Bei den Nebendarstellern nehmen es die Berner Stefan Kurt («Der Verdingbub») und Marcus Signer («Mary&Johnny») mit Hanspeter Müller-Drossaart («Dällebach Kari») auf.

Last, but not least darf sich auch beim Dokumentarfilm ein Berner Hoffnungen machen: Ulrich Grossenbachers «Messies, ein schönes Chaos» trifft in dieser Kategorie jedoch auf starke Konkurrenz. Als Favorit gilt «Vol Spécial», die schon mehrfach ausgezeichnete Dokumentation über Zwangsausschaffungen von Fernand Melgar, der damit die Westschweizer Ehre retten könnte.

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