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Bern im Bond-Film – damals und heute

Nicht nur im Oberland wurde für den Bond-Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» gefilmt, auch in Bern. Ein Blick ins Jahre 1969.

Jedes Oldtimerherz dürfte höher schlagen, würden auch heute noch so viele alte Wagen auf Berns Strassen sein. James Bond fährt für einmal nicht im Aston Martin vor, sondern im Rolls Royce.
Jedes Oldtimerherz dürfte höher schlagen, würden auch heute noch so viele alte Wagen auf Berns Strassen sein. James Bond fährt für einmal nicht im Aston Martin vor, sondern im Rolls Royce.
Screenshot/James Bond
Vier Jahrzehnte später hat sich viel verändert, auch bei den Autoherstellern.
Vier Jahrzehnte später hat sich viel verändert, auch bei den Autoherstellern.
Claudia Salzmann
Im Bärengraben befinden sich noch fünf Bären. Heutzutage würde dem Tierschutz die Haare zu Berge stehen.
Im Bärengraben befinden sich noch fünf Bären. Heutzutage würde dem Tierschutz die Haare zu Berge stehen.
Screenshot/James Bond
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Auch die Stadt Bern war Filmkulisse für den Bond-Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät». Wer sich den Filmausschnitt zu Gemüte führt, entdeckt einige Unterschiede zu heute: Im Film war der Bärengraben noch in Betrieb und darin sitzen fünf Bären, die versuchen, Rüebli von den wenigen Statisten zu fangen. Auch am Bahnhof sieht es anders aus: Heute funkelt die Glasfassade des Bahnhofes, doch im Film wird der Bahnhof eben erst gebaut.

Im Rolls Royce fährt der Geheimagent James Bond mit zwei Mitfahrern über die Nydegg-Brücke zum Bahnhof. Am Bollwerk bei der Anwaltskanzlei Gebrüder Gumbold steigt er aus. Die Türe wird ihm vom Fahrer – ganz nach feiner, englischer Art - aufgehalten. «Ich werde den Auftrag erledigen und dann treffen wir uns bald», sagt James Bond zu den Mitfahrenden.

Echt oder Fiktion?

Die Anwaltskanzlei Gebrüder Gumbold existierte tatsächlich, jedoch nicht in Bern, sondern in Zürich. Gefilmt wurde der Eingang des Bollwerks 15. Dass die Szene, wo Bond den Tresor knackt, jedoch nicht am Bollwerk stattfand, erkennen nur aufmerksame Zuschauer. Die veränderte Perspektive auf das entstehende Bahnhofsgebäude lässt vermuten, dass dies aus dem Schweizerhof gefilmt wurde. Bei der Anwaltskanzlei «Bratschi, Wiederkehr und Buob», die heute ihre Büros im Bollwerk hat, wird dies bestätigt: «Nur unser Gebäudeeingang kommt im Film vor.»

Auf Anfrage gewährt das Team vom Hotel Schweizerhof einen kurzen Blick vom Balkon des 4. Stockes. Hier nahm Bond einen Koffer in Empfang, der von einem Kran hinaufgebracht wird. Die Dreharbeiten fanden zur gleichen Zeit wie der Bau des Berner Bahnhofs statt. So konnte auch gleich der Kran benutzt werden, um den Koffer zu transportieren.

Nachdem Bond den Koffer in Empfang nimmt, schliesst er ein Tresor-Knacker-Gerät an. Viel geschieht nicht, bis auf die witzige Szene, wie sich Bond die Wartezeit verkürzt: mit einem Playboy-Heft. Der moderne Bond hätte heute wohl keine Zeit mehr, diesem Lese- oder Blickvergnügen zu frönen.

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