«Der Goalie bin ig» gewinnt Berner Filmpreis

Nach der Auszeichnung zum besten Schweizer Spielfilm hat Sabine Boss' Literaturverfilmung «Der Goalie bin ig» nun auch den Berner Filmpreis gewonnen.

Goalie (Marcus Signer) in der Literaturverfilmung «Der Goalie bin ig». Die Literaturverfilmung hat den Berner Filmpreis gewonnen.

Goalie (Marcus Signer) in der Literaturverfilmung «Der Goalie bin ig». Die Literaturverfilmung hat den Berner Filmpreis gewonnen. Bild: zvg

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Zum besten Schweizer Spielfilm wurde er bereits ausgezeichnet. Nun hat die Literaturverfilmung «Der Goalie bin ig» nun auch den Berner Filmpreis gewonnen. Die zweite Hauptauszeichnung ging an Dominique de Rivaz' «Elégie pour un phare».

Die Berner Filmpreise wurden am Samstagabend im Kino der Berner Reitschule bekannt gegeben. Die beiden Hauptpreise sind mit je 20'000 Franken dotiert. 15 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gehörten zu den nominierten Werken, die alle im Rahmen des 3. Berner Filmpreis Festivals gezeigt wurden. Das Festival endete am Samstagabend.

Zwei Anerkennungspreise in der Höhe von je 10'000 Franken gehen an den Animationsfilm «Timber» von Nils Hedinger sowie an den Dokumentarfilm «Life in Progress», von Irene Loebell. Den Publikumspreis für den besten Kurzfilm kann Andrea Leila Kühni für «Der Antiquar» entgegennehmen. Übergeben werden die Auszeichnungen am Mittwoch in der Dampfzentrale Bern gemeinsam mit den Berner Musikpreisen.

Ein «Wagnis» und ein intimer Film

Es sei ein Wagnis, ein Stück Literatur zu verfilmen, schrieb die Berner Filmförderung in ihrem Communiqué vom Sonntag über den Spielfilm «Der Goalie bin ig». Erst recht, wenn diese ein Bestseller sei wie Pedro Lenz' gleichnamiger Mundartroman.

Für die Jury des Berner Filmpreises ist das Wagnis gelungen. Die Crewmitglieder um Regisseurin Sabine Boss hätten «sich gegenseitig zu Höchstleistungen beflügelt», der Goalie nehme den Zuschauer sofort für sich ein. Der Spielfilm mit Marcus Signer in der Rolle des Goalie gewann auch den Publikumspreis für den besten Langfilm.

«Der Goalie bin ig» basiert auf dem gleichnamigen und erfolgreichen Mundart-Roman von Pedro Lenz. Der Film spielt vorwiegend in einem Ort, in dem die Berner Kleinstadt Langenthal, die Heimat Lenz', zu erkennen ist.

Dominique de Rivaz, die in ihrem dokumentarischen Film «Elégie pour un phare» den Tod des Vaters thematisiert und dabei auf einen Leuchtturm im hohen Norden Russlands stösst, zeige «eindrückliche Bilder», begründete die Filmförderung ihre Wahl. (mib/sda)

Erstellt: 02.11.2014, 13:19 Uhr

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