Berner Filmemacher an die Berlinale eingeladen

Ein Film über einen Bümplizer Schrebergarten wird an den internationalen Filmfestspielen Berlins gezeigt: Das Werk «Unser Garten Eden» des Berner Filmemachers Mano Khalil.

Grosse Ehre für Mano Khalil: Sein Film «Unser Garten Eden» wird an der Berlinale gezeigt.

Grosse Ehre für Mano Khalil: Sein Film «Unser Garten Eden» wird an der Berlinale gezeigt.

(Bild: zvg)

Gianna Blum

Laut 20min.ch wird Mano Khalils Dokumentarfilm über einen Schweizer Schrebergarten im Rahmen der Sektion «Kulinarisches Kino» gezeigt – einem Sonderprogramm, das eine Auswahl an Filmen zu kulinarischen und ökologischen Themen beinhaltet. «Es geht mir dabei nicht um einen Preis», erklärt Khalil auf Anfrage von bernerzeitung.ch. «Es ist für mich eine Ehre, dass der Film dort gezeigt wird». Durch die Vorführung an der Berlinale erhofft er sich vor allem, dass sein Dokumentarfilm auch in Deutschland einen Verleiher findet. Extra für die Berlinale arbeiten Khalil und sein Team an Untertiteln für den Film, der teilweise in deutsch, französisch, italienisch und kurdisch ist.

«Unser Garten Eden» zeigt den bunten gesellschaftlichen Mikrokosmos eines Schweizer Schrebergartens. Khalil hat zwei Jahre Geschichten aus dem grünen Areal in Bottigenmoos zusammengetragen und gibt so Einblicke ins multikulturelle Zusammenleben auf begrenztem Raum. «Er zeigt, dass diese Vermischung von Nationalitäten nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz Thema sind», erklärt der Berner Filmemacher mit kurdischen Wurzeln.

Gutes Zeichen für den Berner Film

Laut Khalil sind die Organisatoren der Berlinale bei einer Vorstellung in Bern auf seinen Film aufmerksam geworden. Die Teilnahme an der Berlinale erfolgt unter der Bedingung, dass das Werk bis zum Festival in Deutschland sonst nicht gezeigt wird. Dass sein Film es bis in die Endrunde geschafft hat, überrascht ihn: «An einem Festival wie der Berlinale landen tausende von Filmen. Es braucht Zeit, bis jemand überhaupt alle angesehen hat. Die Chancen für einen einzelnen Film ist also gering.»

Die Einladung wertet der Wahlberners als gutes Zeichen für den Berner Film. «Nicht nur Zürich ist ein Filmmekka, auch in Bern gibt es gute Filmemacher. Seit einigen Jahren kämpfen wir Berner Filmemacher um Subventionen», meint Khalil. Er selbst erhielt Unterstützung von der Berner Filmförderung und dem Schweizer Fernsehen.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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