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TV-Kritik: Alle sind ein bisschen mörderisch

Die Macher des gestrigen «Tatorts» entwickelten ein allzu komplexes Beziehungsgeflecht: Die Handlung wurde überfrachtet, die Kommissare verblassten. Und dann kam auch noch die Philosophie dazu.

Standen auf verlorenem Posten: Die Berliner Kommissare Felix Stark (links) und Till Ritter (rechts) .
Standen auf verlorenem Posten: Die Berliner Kommissare Felix Stark (links) und Till Ritter (rechts) .
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Zwielichtiges Opfer: Der ermordete Staranwalt Simon Herzog.
Zwielichtiges Opfer: Der ermordete Staranwalt Simon Herzog.
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Boris Aljinovic alias Stark war «Mauerfall» die 25. Folge als «Tatort»-Duo.
Boris Aljinovic alias Stark war «Mauerfall» die 25. Folge als «Tatort»-Duo.
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Dass Kommissar Stark seine müden Dackelaugen rollte, war ja nur zu verständlich. Vor ihm stand mit dem prollig-drolligen türkischstämmigen Türsteher Mesud schon wieder ein neuer Tatverdächtiger. «Anwalt kannte ich zwei Jahre», sagte der Muskelprotz in bestem Klischee-Türkendeutsch. «Und dass der jetzt krass tot... habe ich letzte Woche noch gegen ihm gefightet!» Staranwalt Herzog, der in der Nacht auf einer Weddinger Müllhalde erschossen worden war, war sein Box-Sparringpartner gewesen; mit ihm habe er nach den Kämpfen auch philosophiert («Sinn des Lebens und so»).

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