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«Tatort»-Liebesszene wird überarbeitet

Das Schweizer Fernsehen wird an der kritisierten «Tatort»-Folge «Wunschdenken» mehrere Änderungen vornehmen - so etwa bei einem Handgemenge und einer Liebesszene.

Müssen die Liebesszene noch einmal spielen: Stefan Gubser und Sofia Milos.
Müssen die Liebesszene noch einmal spielen: Stefan Gubser und Sofia Milos.

Wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) heute mitteilte, habe man sich nach Gesprächen mit dem Produktionsteam dazu entschlossen, zwei Szenen zu überarbeiten. Es sind dies ein klischeebehaftetes Handgemenge, bei dem der «Tatort»-Kommissar in Kuhglocken fällt, und eine Liebesszene.

Während der Klischeeverdacht beim Sturz in die Kuhglocken auch ohne zusätzliche Informationen offensichtlich ist, bleibt das Problem bei der Liebesszene unbekannt. Beim SRF wollte auf Anfrage der SDA niemand zu diesem Thema Stellung nehmen.

Auch die Synchronisation wird bemängelt

Die SRF-Geschäftsleitung, welche die publizistische Verantwortung für den Film trägt, stört sich aber nicht nur an diesen Szenen, sondern auch an der hochdeutschen Synchronisation und der Mischung. Ob diese Probleme nun ebenfalls behoben werden, war nicht zu erfahren. SRF sei aber sicher, dem Publikum einen überzeugenden ersten Schweizer «Tatort» zeigen zu können, schreibt SRF weiter. «Wunschdenken» soll so bald wie möglich ausgestrahlt werden.

Die «Tatort»-Folge «Wunschdenken» war noch von der alten SF- Geschäftsleitung in Auftrag gegeben worden. Diese nahm auch das Drehbuch ab und im Herbst 2010 schliesslich den fertigen Film. Die neue Geschäftsleitung des SRF sieht nun aber offensichtlich einiges anders.

Kritik von der Kulturchefin

Am Sonntag hatte die Kulturchefin des SRF, Nathalie Wappler, den Krimi in mehreren Punkten als mangelhaft kritisiert. Die Geschichte, die in Luzern spielt, sei kompliziert erzählt, enthalte viele Klischees und lasse lokale Atmosphäre vermissen.

Zudem bezeichnete sie die Hauptdarstellerin Sofia Milos, Darstellerin in der US-Serie «CSI: Miami», als ungeeignet. Am Regisseur Markus Imboden hält die Kulturchefin jedoch fest.

Der Krimi hätte Mitte April ausgestrahlt werden sollen. Anstelle des Schweizer Beitrags wird nun eine deutsche Produktion gezeigt. Das Schweizer Fernsehen ist nach neun Jahren Pause seit Herbst 2010 wieder an der Krimireihe «Tatort» beteiligt.

SDA/pbe

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