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Steier geht

Gestern lief der letzte «Tatort» mit Kommissar Steier. Zum Glück für den sehr angeschlagenen Polizisten.

Wenn ein Kommissar bis halb fünf Uhr in der Früh Wodka säuft, ist er am nächsten Tag nicht diensttauglich. So geschehen beim Frankfurter Ermittler Steier, der heute im Tatort «Das Haus am Ende der Strasse» seinen letzten Auftritt hatte. Steier, wie stets herausragend gespielt von Joachim Król, wurde von den Machern als kontaktgestörter und katerfreudiger Ermittler eingeführt. Am Tag nach seinem Saufgelage wurde bei einem Ausseneinsatz Steiers ein kleines Mädchen erschossen. Das Gericht sprach den Täter frei. Der Anwalt zweifelte Steiers Aussage an. Des Wodkas wegen. Kind tot. Täter frei. Mutter bestürzt. Steier am Ende. Er quittiert den Dienst. Seine vier Jahre und sieben Folgen andauernde Karriere beim Sonntagabendkrimi ist beendet. Er will wieder «Held in seinem eigenen Film» sein. Doch dafür musste zuerst noch Gerechtigkeit her.

Steier versuchte sich in Selbstjustiz, wollte den freigesprochenen Nico, der das Mädchen erschossen hatte, töten. Man kennt solche Szenen: die Hand zittert, der Arm sinkt. Steier tat es nicht, bekam aber mit, dass Nico mit seinem jüngeren Bruder und dessen drogensüchtiger Freundin einen Raub plante. Das Einbrechertrio fiel vor allem durch seinen Dilettantismus auf. Der Einbruch ging schief. Ein Nachbar, der Ex-Polizist Poller, beobachtete alles und sollte ausgeschaltet werden. Das Trio scheiterte erneut. Steier war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und rettete Poller. Doch der wollte nicht gerettet werden und sperrte den Ermittler mitsamt den Einbrechern in seinen Keller.

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