SRF verschiebt Schweiger-Tatort wegen Paris

Weil Szenen an die Terror-Attacken erinnern, handeln SRF und ARD. «Kommissar» Til Schweiger findet das gar nicht gut – und kämpft für eine Ausstrahlung.

Muss sich noch gedulden: Til Schweiger als Tatort-Kommissar Nick Tschiller.

Muss sich noch gedulden: Til Schweiger als Tatort-Kommissar Nick Tschiller.

Das Schweizer Fernsehen SRF wird an den kommenden Sonntagen nicht wie geplant die zwei Hamburg-«Tatorte» zeigen. Es handelt sich dabei um einen Zweiteiler, dessen erste Folge «Der grosse Schmerz» für den 22. November geplant war, währen die Fortsetzung «Fegefeuer» eine Woche später hätte ausgestrahlt werden sollen.

In den beiden Folgen ermittelt Til Schweiger als Kommissar Nick Tschiller gegen eine Terrororganisation. Weil Szenen an die Anschläge von Paris erinnern, hat sich das SRF zu diesem Schritt entschieden. Wie das SRF auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnetz sagt, ist noch unklar, wann die beiden Tatorte ausgestrahlt werden.

Zuvor hatte der deutsche Sender ARD, beschlossen, die Doppelfolge zu verschieben. «Aus Respekt vor den Opfern der grausamen Anschläge von Paris haben wir die Premiere auf das kommende Jahr geschoben», sagt NDR-Programmdirektor, Frank Beckmann, gegenüber «Spiegel Online».

«Nicht Freiheit rauben lassen»

Nicht einverstanden mit der Programmänderung ist Til Schweiger. Offenbar kämpfte er dafür, dass die Doppelfolge wie geplant ausgestrahlt wird. Gegenüber dem «Stern» sagte er: «Die Terroranschläge in Paris haben mich unglaublich wütend, traurig und fassungslos gemacht. Ich finde aber, wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, wie wir leben sollen, uns nicht unsere Freiheit rauben lassen, und dazu gehört auch die, was wir im Fernsehen zeigen.»

An den freigewordenen Sendeterminen strahlen SRF, ARD und NDR nun zwei andere «Tatort»-Premieren aus: Am 22. November ist Maria Furtwängler als Kommissarin Charlotte Lindholm in «Spielverderber» zu sehen. Eine Woche später ermittelt Axel Milberg in Kiel bei «Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes». CBS verschiebt «Supergirl»-Folge

Programmänderungen gab es laut «The Hollywood Reporter» auch in den USA. Der Sender CBS hat demnach Folgen von «Supergirl» und «Navy CSI» verschoben, weil sich die fraglichen Episoden um terroristische Akte drehten. «Supergirl» handelt von einer Bomben-Serie, «NCIS» von der Rekrutierung von Frauen für den IS.

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kpn

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