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Noch ein Film auf den Spuren des «Heilers»

Der bereits zweite SRF-Dok über den «Heiler von Bern» zeigt die Hintergründe eines der ungeheuerlichsten Fälle der Schweizer Kriminalgeschichte auf. Auch nach dem Film bleibt der Fall unfassbar.

Schon im April 2013 hatte das SRF den «Heiler» M.G. in der Strafvollzugsanstalt Bern besucht. «Ich weiss, dass ich nicht fähig bin, so etwas zu machen», sagte er damals.
Schon im April 2013 hatte das SRF den «Heiler» M.G. in der Strafvollzugsanstalt Bern besucht. «Ich weiss, dass ich nicht fähig bin, so etwas zu machen», sagte er damals.
SRF
Im Berufungsprozess vor dem Obergericht hat der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Damit möchte er die Strafe der Vorinstanz verschärfen: Das Regionalgericht hatte M.G. im März 2013 zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Im Berufungsprozess vor dem Obergericht hat der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Damit möchte er die Strafe der Vorinstanz verschärfen: Das Regionalgericht hatte M.G. im März 2013 zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Angela Zwahlen
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Leid, Skrupellosigkeit, Unschuld. Die ersten Worte des gestrigen Dokfilms fassten nicht nur den Inhalt der Sendung zusammen, sondern vor allem auch den Fall des «Heilers von Bern», der zu den ungeheuerlichsten der Schweizer Kriminalgeschichte gehört.

Der selbst ernannte «Heiler» M.G. soll zwischen 2001 und 2005 mindestens 16 Personen bewusst mit Aids angesteckt haben. Dies, indem er ihnen im Verlauf einer angeblichen Akupunktur HIV-kontaminiertes Blut injizierte. Manchen Opfern servierte der 55-jährige Italiener mit Schweizer Pass ein Getränk, um sie vorübergehend bewusstlos zu machen und dann zu infizieren. Bei der Mehrzahl der Opfer handelt es sich um Schüler der Musikschule, die M.G. in Bern-Bümpilz betrieb. Das Blut soll er sich zuvor von einer bereits infizierten Person beschafft haben. Der Beschuldigte, selbst nicht HIV-positiv, stritt die Vorwürfe vollumfänglich ab. Dennoch verurteilte ihn im März 2013 das Regionalgericht Bern-Mittelland zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten. Sein Vorgehen sei «hinterhältig und menschenverachtend» gewesen.

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