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Miss-Wahl: Noch nie war Einschaltquote so tief

Ist die Missen-Show ein Auslaufmodell? Noch nie haben haben am TV so wenige Zuschauer die Wahl zur schönsten Schweizerin verfolgt wie am letzten Wochenende.

Die TV-Kritiker waren sich nach der Miss-Schweiz-Wahl einig: Die diesjährige Miss-Schweiz-Wahl war langweilig – und viel zu lang. «Eine aalglatte Show, spannend wie ein Ferienprospekt», gähnte Newsnetz-Kritiker Rico Bandle, «gewohnt schleppend, um nicht zu sagen: zähflüssig» stöhnte die Zeitung «Sonntag» und der «Blick» sah auf dem Bildschirm nur noch «eine Masse aus Endlosbeinen, Kurven und Zahnpastalächeln».

Die Zuschauer teilen dieses Urteil: Sie haben dem Missen-Wettbewerb, welchen das Tessiner Fernsehen produzierte, per TV-Fernbedienung die Quittung gegeben: Nur 649'000 Zuschauer schauten sich im Schnitt die Sendung an, die sich über lange 135 Minuten zog. Viele flüchteten zur Konkurrenz und zogen der Missen-Ausmarchung die ARD-Samstagabendkiste «Verstehen Sie Spass?» vor.

Die Folge: Mit 39 Prozent war die Einschaltquote der Miss-Schweiz-Wahl so tief wie noch nie, seit das Schweizer Fernsehen den Wettbewerb überträgt. Letztes Jahr hatten noch 856'000 Zuschauer mitverfolgt, welcher der 16 Schönen das Krönchen aufgesetzt wurde. Frappant ist auch ein Vergleich mit der Einschaltquote des männlichen Pendants der Show: Die Wahl zum Mister Schweiz verzeichnete dieses Jahr nur 60'000 Zuschauer weniger.

Trotzdem zieht das Schweizer Fernsehen ein positives Fazit: «Wenn wir am Samstagabend 40 Prozent Marktanteil erreichen, sind wir zufrieden», erklärt SF-Sprecher Marco Meroni. Für das Schweizer Fernsehen hat sich der Anlass trotz schlechter Quote gelohnt: Die Preise der Werbegelder orientieren sich an der Einschaltquote des vergangenen Jahres. Für die Werbeunterbrechungenen vor, nach und während der Show nahm SF rund 400'000 Franken ein.

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