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Joseph Fiennes: «Maria Dolores hat einiges geopfert»

Ab heute zeigt SF zwei die US-Serie «FlashForward» mit Joseph Fiennes. Der britische Schauspieler ist seit vergangenem August mit der Bernerin Maria Dolores Dieguez verheiratet. Das Exmodel ist hochschwanger.

Die Welt steht still. Für zwei Minuten und 17 Sekunden scheint die ganze Menschheit in ein Koma gefallen zu sein. FBI-Agent Mark Benford (Joseph Fiennes) und sein Partner Demetri Noh (John Cho) sollen untersuchen, wie dieser Massen-Blackout passieren konnte und was er zu bedeuten hat. Denn bald stellt sich heraus, dass jeder während dieser 137 Sekunden in seine persönliche Zukunft vom 29.April 2010 um 22 Uhr sehen konnte. Oder fast jeder.

«FlashForward» (ab heute auf SF zwei) heisst die neuste Qualitätsserie aus den USA mit Kultpotential. Das Puzzlekonzept ist zwar dem Inseldrama «Lost» abgekupfert. Doch es bleiben genügend spannende Fährten, um als Zuschauer bei diesem Fortsetzungskrimi dranzubleiben.

An der Serie hätten ihn die vielen Konflikte und moralischen Zwickmühlen fasziniert, sagt Joseph Fiennes beim Gespräch in Los Angeles. Und erklärt damit, weshalb er sich nach anspruchsvollen Kostümfilmen («Shakespeare in Love», «Luther») vom Fernsehen verpflichten liess. «Und mir gefällt, dass durch die globale Blackout-Katastrophe diverse Länder miteinbezogen werden können.»

Bürokratie für die Hochzeit

Dass der britische Schauspieler einen Hang zum grenzüberschreitenden Austausch hat, bewies er bereits vergangenen August, als er Maria Dolores Dieguez, eine Bernerin spanischer Abstammung, in der Toskana heiratete. «Ich liebe Italien. Wir haben uns da kennen gelernt, und ich habe nach der Schule da auf dem Bau gearbeitet. Aber zwei Ausländer, die da heiraten wollen? Davon kann ich nur abraten, die Bürokratie war unglaublich!», sagt Fiennes. Romantisch sei es trotzdem gewesen.

Inzwischen hat sich der 39-Jährige mit seiner Braut in Kalifornien niedergelassen. «Ich komme mir ein bisschen vor wie im Zeugenschutzprogramm: Ich habe eine neue Frau, ein neues Auto, ein neues Bankkonto, ein neues Telefon mit einer neuen Nummer, und ich spiele Benford mehr Stunden pro Tag, als ich ich selber bin.»

Doch die grösste Veränderung kommt erst noch: Fiennes wird bald zum ersten Mal Vater. Maria Dolores ist im neunten Monat schwanger. Für das Schweizer Model, das sich 2005 beim Filmfestival im sizilianischen Taormina in den Filmstar verliebte, fängt nicht nur wegen des Babys ein neues Kapitel in ihrem Leben an. «Meine Frau hat einiges geopfert», ist sich der Ehemann bewusst. «Ihr Kunststudium in London musste sie wegen des Umzugs abbrechen. Ausserdem sind unsere Familien und Freunde nun viel weiter weg. Die Familie bedeutet ihr alles – diesbezüglich ist sie sehr spanisch. Ich würde lügen, wenn ich sagte, es sei alles ein Kinderspiel.»

Er wünscht sich Sicherheit

Aber aller Anfang ist bekanntlich schwer. Auch für «FlashForward»: Nach einem fulminanten Start im September sanken die Quoten in den USA von Episode zu Episode. So wurde nach zehn Folgen die Bremse gezogen und die Drehbücher überarbeitet. Diesen Monat geht «FlashForward» wieder auf Sendung. Das weitere Schicksal wird nach der Ausstrahlung aller 22 Folgen entschieden.

Und so wünscht sich Fiennes manchmal sein eigenes «FlashForward»: «Bin ich in sechs Monaten noch hier?», würde ihn interessieren. «Nicht genau zu wissen, wie es mit Benford langfristig weitergeht, ist für mich eine Herausforderung.» Immerhin konnte er sich in den letzten Monaten schon mal als Papa versuchen. Denn die Benfords haben eine Tochter – mit einer freilich bedenklichen Zukunftsvision

«FlashForward» läuft ab heute (22.55 Uhr) immer Donnerstag auf SF zwei.

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