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Game of Copulations

Verwirrende Handlung, verwirrende Namensgebung, verwirrend viele Nacktszenen. Trotzdem ist «Game of Thrones» eine grossartige Serie. Mit den Eltern anschauen will man sie sich aber nicht.

Nein, «Game of Thrones» ist keine Serie, die man sich mit seinen Eltern anschauen will. Die HBO-Produktion bietet mehr explizite Sexszenen als die komplette «Emmanuelle»-Reihe. Hauptthema der Geschichte aus der Feder von Fantasyautor George R.R.Martin ist aber nicht die Kopulation, sondern ein umkämpfter Thron beziehungsweise die Invasion von Untoten, beziehungsweise Drachen, beziehungsweise ein tyrannischer Kinderkönig... ach, eigentlich weiss niemand so genau, um was es in «Game of Thrones» geht – ausser jene Nerds, die alle Buchvorlagen gelesen haben. Es ist eine Serie, in der die Figuren so schnell wegsterben, dass es unsinnig wäre, sich deren umständliche Namen zu merken (oder hat jemand eine funktionierende Eselsbrücke für Viserys Targaryen?).

Spannende Handlungsbögen, ambivalente Bösewichte und erfreulich starke Frauenfiguren (auch angezogene) machen «Game of Thrones» grossartig. Und zu einem Grosserfolg, was erklärt, warum am Samstag anlässlich des Starts der vierten Staffel das HBO-Streamingportal zusammenbrach. Alle wollten sie sehen, die neuste Episode aus den Sieben Königreichen, in denen Kriege und Intrigen zum Alltag gehören. Und Sex in all seinen (Un-)Formen: Inzest, Zwergensex, Foltersex. Das ist eine Serie, die jeder schauen sollte. Auch Eltern. Aber bitte allein!

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