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Dramödien und Shitcoms

Manche Serien sind so scheisse, dass man ihnen Shitcoms sagen muss. Der Begriff «Dramödie» ist hingegen überflüssig. Und das alles hat auch noch mit DJ Antoine zu tun.

Manchmal ringe ich um Worte. Dann, wenn der Dancehit «Ma Chérie» von DJ Antoine am Radio läuft und der Begriff Audiobelästigung nicht ausreicht, um meinen Missmut auszudrücken. Gerne wäre ich so sprachbegabt wie die US-Komikerin Tina Fey, die für ihre Serie «30 Rock» nützliche Schachtelwörter erfand wie «lizzing», eine Mischung aus laughing (lachen) und whizzing (pinkeln). Oder «whuck», die Abkürzung für «what the fuck».

Doch nicht alle neuen Wortschöpfungen braucht es. Dramödie etwa. Der Begriff bezeichnet in der schönen Welt des Fernsehens Produktionen, die lustig und zugleich dramatisch sind. Die Serie «Veronica Mars» zum Beispiel. Oder «United States of Tara». Klar, Dramödie klingt sexier als Tragikomödie, aber dieses Wort existiert, seit es Theater gibt, also schon ziemlich lange. Und nur weil es umständlich auszusprechen ist, muss man ja nicht gleich ein neues suchen. Sonst stünden auch Begriffe wie Stagflation oder Bionik auf dem Index. Übernommen haben wir Dramödie – what else? – aus dem Englischen (Dramedy).

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