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Die Berner Halbfinalisten machen Laune

Talent: Ja! Die zwei Belper Teenager können singen, keine Frage. Ihre Interpretation des Rihanna-Hits «Russian Roulette» in der ersten DGST-Sendung war ganz schön abgeklärt für zwei knapp 16-Jährige. Arbanité alias Arbi mit ihrer reifen Stimme ist die talentiertere Sängerin als Duettpartner Nico. Dafür ist er mit unglaublich viel Herzblut bei der Sache.Glamour-Faktor: Na ja. Nico verzieht sein Gesicht beim Singen derart, dass es beim Zuschauen ein bisschen wehtut. Klar, er gibt alles und ist mit Leib und Seele im Song. Aber besonders professionell sieht das noch nicht aus.Ausstrahlung: Toll. Ein Musterbeispiel für die Schweiz im Jahr 2012. Der nette Schweizer Junge von nebenan singt mit seiner albanischen, akzentfrei Berndeutsch sprechenden und hundertprozentig integrierten Nachbarin Duette voller Leidenschaft. Der Vater der jungen Sängerin sagt am TV: «Wenn Arbi singt, ist das relaxierend.» Das gibt Sympathiepunkte!Look: Ausbaufähig. An den Outfits und Frisuren merkt man, dass Arbi und Nico ihren Stil noch nicht gefunden haben und vom SF bisher kaum beraten worden sind. Schon nur wie Nico die Schnürsenkel gebunden hat, ist uncool.Jöö-Effekt: Aber hundert Prozent! Wenn sich die zwei anschmachten und dann auf Nachfrage zum hundertsten Mal erklären, sie seien «nur gute Freunde», ist das einfach zum Gernhaben. Wann knutschen sie endlich?Potenzial: Hm. Arbi und Nico werden viele Fans mobilisieren, trotzdem reicht es eher nicht fürs Finale. Die beiden sind gut, sie sind süss, aber sie sind (noch) nicht besser als die allermeisten anderen Halbfinalisten.Gesamteindruck: solid
Talent: Hell yeah! Was die fünf Berner Micha Hurni, Christian Baumann, Kay Kysela, Christoph Höschele und Fabian Segginger auf der Bühne machen, hat man in der Schweiz so noch nicht gesehen. Kampfsportelemente, atemberaubende Sprünge, Comedy, Breakdance. Und alles in eine verdammt coole Show verpackt.Glamour-Faktor: Hoch. Die Swisstricks könnte man fast überall auf der Welt auftreten lassen. Sie würden wohl auch in einer glamourösen Show in Las Vegas Standing Ovations bekommen.Ausstrahlung: Cool. Die fünf jungen Herren kommen natürlich rüber, sie bewegen sich gut. Noch viel wichtiger: Schon nach wenigen Minuten auf der Bühne merkt der Zuschauer, dass jeder «Trick» seinen eigenen Stil hat.Look: Na ja. Klar, die «Tricks» sehen gut aus. Klar, die Jungs haben alle Körper, von denen Frauen träumen. Die schwarzen Outfits in der Castingsendung aber waren langweilig. Vielleicht überraschen uns die Berner im Halbfinale mit etwas mehr Mut zur Farbe.Jöö-Effekt: Wenn man steinharte Bauchmuskeln zum Jöö-Faktor rechnen will, dann ja. Aber eigentlich sind die «Tricks» für den Jöö-Faktor zu alt – und einfach zu harte Jungs.Potenzial: Gross. Die Erfahrung lehrt zwar, dass in Talentshows am Fernsehen am Schluss immer Sänger oder Musiker gewinnen. Die Swisstricks sind aber so erfrischend und selbstbewusst, dass sie diese Regel endlich brechen könnten. Juror Roman Kilchsperger jedenfalls erkürte die Berner bereits im Casting zu seinen Geheimfavoriten.Gesamteindruck: Macht Laune
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