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Der Axtmörder von nebenan

Gelangweilt vom «Tatort»? Die ZDF-Miniserie «Verbrechen» zeigte, was gute Krimis sind: Komplex, radikal und brutal.

Gross ist das Lamento nach der gestrigen «Tatort»-Folge. Flach, infantil, unglaubwürdig war diese, moniert die Kritik einhellig. Auch das Publikum goutierte die Klamauk-Einlage aus Saarbrücken nicht, wie die Zuschauerwertung auf Redaktion Tamedia zeigt: Die Mehrheit der Teilnehmer vergab einen Stern. «Die Geschichte war einfach nur lächerlich», schreibt ein Leser, «gebt uns eines der alten Saarbrücken-Teams zurück.»

Es ist wahr: Die Tatorte wollen heute um jeden Preis auffallen. Sei es mit Klamauk, Action oder Einblicken in ein besonders bedeutendes Milieu (Aleviten, schwule Fussballer, Hermaphroditen). Dabei ginge es auch normaler, ohne an Spannung zu verlieren. Vorgemacht hat das ausgerechnet das ZDF, der öffentlich-rechtliche Konkurrenz-Sender der ARD. Gestern um 22 Uhr, also auf dem Sendeplatz, wo sonst skandinavische Edelkrimis wie «Sarah Lund» oder «Wallander» programmiert sind, liefen dort die ersten Folgen der Miniserie «Verbrechen».

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