CSI-Erfinder wird Belästigung von Frauen vorgeworfen

Der Chef des US-Medienkonzerns CBS soll Frauen gegen ihren Willen angefasst und geküsst haben, schreibt jener Autor, der Harvey Weinsteins Übergriffe aufdeckte.

Er hat «CSI» oder das Robinson-Pendant «Survivor» lanciert, jetzt ist er mit Belästiungs-Vorwürfen konfrontiert: Leslie Moonves, Chef von CBS.

Er hat «CSI» oder das Robinson-Pendant «Survivor» lanciert, jetzt ist er mit Belästiungs-Vorwürfen konfrontiert: Leslie Moonves, Chef von CBS.

Dem Chef des US-Medienkonzerns CBS, Leslie Moonves, wird die Belästigung von Frauen vorgeworfen. Das Unternehmen kündigte am Freitag an, die Anschuldigungen untersuchen zu wollen. Details der Vorwürfe wurden zunächst nicht bekannt. Das Magazin «New Yorker» wollte offensichtlich später am Freitag darüber berichten. Der Konzern nehme «alle Vorwürfe des persönlichen Fehlverhaltens ernst», erklärte der CBS-Verwaltungsrat. Der Aktienkurs von CBS stürzte aufgrund der Gerüchte um Moonves bis zum Mittag (Ortszeit) an der Wall Street um etwa 6,6 Prozent auf 53,70 Dollar ab.

Laut dem Magazin «Hollywood Reporter», das vorab vom Inhalt des Berichts in dem anderen Blatt erfuhr, wird dem Konzernchef vorgeworfen, Frauen gegen ihren Willen angefasst und geküsst zu haben. Der Artikel im «New Yorker» soll von Ronan Farrow stammen, der für seine Berichte über die Vorwürfe sexueller Gewalt gegen den früheren Hollywoodmogul Harvey Weinstein mit dem renommierten Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

Seit den ersten Enthüllungen über Weinstein wurden Vorwürfe der sexuellen Übergriffe und Gewaltakte auch gegen zahlreiche andere Grössen der Unterhaltungs- und Medienbranche erhoben. Für einige von ihnen - neben Weinstein etwa auch den Schauspieler Kevin Spacey - führte dies zum beruflichen Absturz.

Der nun ebenfalls ins Zwielicht geratene Moonves ist einer der mächtigsten Männer der Entertainment- und Medienwelt der USA. Bei CBS lancierte er populäre Serien wie «Alle lieben Raymond», «Survivor» und «CSI: Crime Scene Investigation». Das Magazin «Forbes» schätzt Moonves' Vermögen auf 700 Millionen Dollar.

anf/afp

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