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Wie Züritüütsch aussieht

Hören wir eine Stimme am Telefon, erscheint sofort das Bild einer Person in unserem Kopf. Je nach Dialekt eine dicke oder schlanke Person – warum eigentlich?

Denise Jeitziner
Eckiges Zürideutsch, rundes Berndeutsch: Der Linguist Raphael Berthele hat seinen Probanden diese Skizzen vorgelegt, denen sie Dialekte zuordnen mussten. (Bild: Andreas Gerber)
Eckiges Zürideutsch, rundes Berndeutsch: Der Linguist Raphael Berthele hat seinen Probanden diese Skizzen vorgelegt, denen sie Dialekte zuordnen mussten. (Bild: Andreas Gerber)

In der aktuellen Ausstellung «Sapperlot! Mundarten der Schweiz» in der Nationalbibliothek in Bern kann man per Audiofiles den verschiedensten Dialekten des Landes zuhören. Interessant ist das auch, weil man den Dialekten automatisch ein Gesicht zuordnet.

Da spricht eine tiefere weibliche Stimme Basler Dialekt, und man sieht eine anmutige Dame im fortgeschrittenen Alter vor sich. Die männliche Stimme spricht in einem höheren Ostschweizer Dialekt, und sogleich erscheint der kleine, korrekte Vierziger, Typ Bünzli mit Schnauz. Da ertönt ein gemächlicher Berner Dialekt aus dem Telefon, und schon ist er da, der Büezer mit dem aufgekrempelten Hemd.

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