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Vernichtende Bilder

Welche Wahrheit steckt in Fotos, die lügen? Das Berner Kornhausforum zeigt deutsche Propagandabilder aus dem im Zweiten Weltkrieg besetzten Warschau.

Fotografie als Trophäe des Terrors: Auf dem Militärgericht in Grodiszk Mazowiecki bei Warschau werden gefangene Polen geschlagen.
Fotografie als Trophäe des Terrors: Auf dem Militärgericht in Grodiszk Mazowiecki bei Warschau werden gefangene Polen geschlagen.
Bundesarchiv, Bild 183-L14404/Theil
Eine Aufnahme aus dem Jahr 1939 eines unbekannten Fotografen der Propagandakompanie der Nationalsozialisten.
Eine Aufnahme aus dem Jahr 1939 eines unbekannten Fotografen der Propagandakompanie der Nationalsozialisten.
Bundesarchiv, Bild 183-L14404/Theil
Das Kornhausforum zeigt bis am 18. Juni in der Ausstellung «Im Objektiv des Feindes» nationalsozialistische Propaganda-Bilder aus dem im 2. Weltkrieg besetzten Warschau.
Das Kornhausforum zeigt bis am 18. Juni in der Ausstellung «Im Objektiv des Feindes» nationalsozialistische Propaganda-Bilder aus dem im 2. Weltkrieg besetzten Warschau.
Bundesarchiv, Bild 183-L14404/Theil
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Am 1. September 1939 begann der deutsche Überfall auf Polen, einen Monat später war das Land erobert. Doch der Krieg war damit nicht zu Ende: Die Besetzung Polens war der Auftakt zum Völkermord im Osten und zum Holocaust. Und Teil des Terrors waren Fotoapparate. Seit 1938 gab es die «Propagandakompanien» in der Wehrmacht und der SS. Hier dienten Medienprofis in Uniform; nach einer kurzen militärischen Ausbildung begleiteten die Fotografen, Filmer und Journalisten die Feldzüge Hitlers. Ihre Aufgabe: die Wirklichkeit zu verdrehen, bis sie zur Rassen- und Vernichtungsideologie der Nazis passte – sie lieferten den Medien die vom Regime gewünschten Bilder und Artikel.

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