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Täterschutz per Gericht

Das Zürcher Obergericht hat den Ausschluss eines «Blick»-Reporters von einer Gerichtsverhandlung als rechtens beurteilt.

Der Journalist hatte nicht garantieren können, dass kein Bild des Täters veröffentlicht wird. Das Spezielle an dem Fall: Die Öffentlichkeit war vom Prozess ausgeschlossen, die akkreditierten Gerichtsberichterstatter waren zugelassen.

Das Verdikt des Obergerichts ist so einmalig wie heikel. Es beschneidet die Medienfreiheit – ein Grundrecht, das nur eingeschränkt werden darf, wenn es verhältnismässig ist. Der Ausschluss ohne vorherige Androhung verletzt die Pflicht, zunächst die mildestmögliche Massnahme zu ergreifen.

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