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Mitten im tänzerischen Geschehen

In «Tanz – Made in Bern 4» zeigen Ensemblemitglieder des Bern Ballett im Stadttheater sechs eigene Kurzchoreografien. Das Publikum erlebt die Tanzstücke für einmal aus einer anderen Perspektive: Es sitzt auf der Bühne, mitten im Geschehen.

Marion Zurbach und Ilan Kav: Im Stück «Roots» setzen sie das gleichnamige Bild von Frida Kahlo tänzerisch um.
Marion Zurbach und Ilan Kav: Im Stück «Roots» setzen sie das gleichnamige Bild von Frida Kahlo tänzerisch um.
zvg

Ein Mann und eine Frau: Sie lieben und sie hassen sich. Sie tanzen miteinander und kämpfen gegeneinander. Manchmal schweben sie im siebten Himmel, manchmal haben sie sich nichts zu sagen. Das Auf und Ab in Liebesbeziehungen hat Stephanie Amurao und Irene Andreetto, Tänzerinnen bei Bern Ballett, zu ihrer gemeinsamen Kurzchoreografie «One and one» inspiriert. Das tanzende Paar, Marion Zurbach und Ilan Kav, ist angeschrieben: «Girl» und «Boy» steht auf den Pullovern. Vor spartanischem Bühnenbild umgarnen sie einander auf dem Sofa, streicheln sich oder tanzen jeder für sich, vom anderen gelangweilt. Als das Paar beschliesst, sich tatsächlich zu binden, verknüpft es die Ärmel miteinander. Bis der Boy zum Schluss aus dem Ärmel schlüpft – und das Girl verlässt. Zurück bleibt eine leere Hülle. Die Choreografie von Amurao und Andreetto hält keine grossen Überraschungen bereit, besticht aber durch eine pointierte Aussage und klare Bewegungen.

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