Zum Hauptinhalt springen

«Man flösste ihnen Fendant ein»

Am Wochenende prallen im Wallis wieder die Eringer aufeinander. Buchautor Luzius Theler über Vereinnahmungsversuche, legendäre Kämpfe – und ziemlich kurioses Doping.

Die Kämpfe vom letzten Jahr: Zwei Männer führen in Aproz VS zwei Eringer Kühe zueinander. (11. Mail 2014)
Die Kämpfe vom letzten Jahr: Zwei Männer führen in Aproz VS zwei Eringer Kühe zueinander. (11. Mail 2014)
Fabrice Coffrini, AFP
Die Eringer Kühe gelten als aggressiver als andere Rassen.
Die Eringer Kühe gelten als aggressiver als andere Rassen.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Ein Schiedsrichter (l.) führt eine Kuh nach einem Vorrundenkampf zu ihrem Besitzer zurück.
Ein Schiedsrichter (l.) führt eine Kuh nach einem Vorrundenkampf zu ihrem Besitzer zurück.
Ruben Sprich, Reuters
1 / 7

Sie haben viele Kuhkämpfe gesehen. Welches war der beste? Die besten Kämpfe finden ja nicht im Tal statt, sondern auf den Alpen. Nur die Züchter und einige Kenner verfolgen Aufeinandertreffen, die noch raffinierter sind als bei den künstlicheren Matches in Aproz. Es ist ein Genuss, dort oben einer taktisch versierten Kuh zuzusehen: Wie sie zustösst, sich im rechten Moment zurückzieht, wie sie ihre Kräfte schont für die finale Attacke auf die Hauptkonkurrentin … Diese sogenannten Alpbestossungen dauern manchmal mehrere Tage. Man übernachtet auf der Alp und schaut am Morgen zu, wie sich der Streit zwischen der Königin und ihrer Herausforderin entwickelt. Da erlebte ich um die Jahrtausendwende einige spektakuläre Fights. Im Tal werden dagegen eher jene Kühe begünstigt, die permanent und radikal angreifen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.