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«In der Literatur ist der Zug noch nicht abgefahren»

Schweizer Autoren fordern in einer Resolution die Durchsetzung des Urheberrechts und ein neues Vergütungssystem. Raphael Urweider, Präsident des Autoren-Verbandes, gibt Auskunft.

Fordert Durchsetzung des Urheberrechts und ein neues Vergütungssystem: Raphael Urweider, Präsident des Verbandes Autorinnen und Autoren der Schweiz.
Fordert Durchsetzung des Urheberrechts und ein neues Vergütungssystem: Raphael Urweider, Präsident des Verbandes Autorinnen und Autoren der Schweiz.
Raphael Urweider
Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern des Aufrufs gehören auch die Autorin Milena Moser («Schlampenyoga oder Wo geht's hier zur Erleuchtung?»), ...
Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern des Aufrufs gehören auch die Autorin Milena Moser («Schlampenyoga oder Wo geht's hier zur Erleuchtung?»), ...
Keystone
...Melinda Nadj Abonji, die 2010 mit «Tauben fliegen auf» sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis gewann.
...Melinda Nadj Abonji, die 2010 mit «Tauben fliegen auf» sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis gewann.
Keystone
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Daniel Kehlmann, Charlotte Roche, Martin Walser und über 1500 weitere Autorinnen und Kulturschaffende haben vor einem Monat den Aufruf «Wir sind die Urheber!» unterschrieben, der zuerst in der Wochenzeitung «Die Zeit» veröffentlicht wurde. Darin fordern sie die konsequente Durchsetzung des Urheberrechts und den Schutz von geistigem Eigentum sowie die entsprechende Vergütung. In der Folge kam Kritik von verschiedenen Seiten – auch aus den eigenen Reihen. Die Schriftstellerin Juli Zeh und ihr Kollege Ilija Trojanow zum Beispiel fragten in der FAZ: «Wissen die Unterzeichner des Urheber-Aufrufs wirklich, was sie da unterschrieben haben?» Ihre Kritik gipfelte in der Aussage, «dass die Unterzeichner des Aufrufs einen fremden Karren ziehen», nämlich jenen der Verwerter, von denen sie tendenziell ausgebeutet würden. In Deutschland wird die Debatte also kontrovers geführt – und in der Schweiz?

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