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Haben Sie auch Saukopfsülzensehnsucht?

Zeitgeist, Weltschmerz, Hinterland: Die englische Sprache hat sich eine ganze Menge deutsches Vokabular angeeignet. Doch die Nachfrage übersteigt das Angebot: In den USA werden Germanismen neu erfunden.

Eine ganze Palette von Wortschöpfungen: Ben Schott, in New York lebender Brite, versammelt in seinem Buch 120 deutsch scheinende Substantive.
Eine ganze Palette von Wortschöpfungen: Ben Schott, in New York lebender Brite, versammelt in seinem Buch 120 deutsch scheinende Substantive.
PD

Im Zuge der NSA-Affäre haben viele Amerikaner ein neues deutsches Wort gelernt: Der US-Nachrichtendienst hat das «Handy» der deutschen Kanzlerin überwacht. Wie putzig, kommentierten Leserbriefschreiber und Blogger; der deutsche Sprachraum ist so versessen auf coole Anglizismen, dass er sich eigene, pseudoenglische Vokabeln schafft. «Handy» heisst im Englischen nur «handlich» oder «praktisch», das Mobiltelefon hingegen «cell phone» (Nordamerika) oder «mobile (phone)» (Grossbritannien). Auf so etwas, witzelte ein Bekannter, können nur die Deutschen kommen: unwohl mit dem Eigenen, das Fremde aber korrigierend.

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