Zum Hauptinhalt springen

«Europäer starben nie so trostlos wie heute»

Die Sterbehilfe boomt. Der Soziologe Reimer Gronemeyer hat ein Buch gegen diese Entwicklung geschrieben, die er für sehr gefährlich hält.

Begleitetes Sterben: Zimmer der Palliativabteilung eines Spitals im st.-gallischen Flawil. (25. Juni 2009)
Begleitetes Sterben: Zimmer der Palliativabteilung eines Spitals im st.-gallischen Flawil. (25. Juni 2009)
Keystone
Prominentes Engagement: Sophia Loren an einer Veranstaltung des Vereins «Art for Palliative Care» in Genf. (3. März 2009)
Prominentes Engagement: Sophia Loren an einer Veranstaltung des Vereins «Art for Palliative Care» in Genf. (3. März 2009)
Keystone
Individuelle Freiheit statt familiäre Verantwortung: Hippies in Woodstock 1969.
Individuelle Freiheit statt familiäre Verantwortung: Hippies in Woodstock 1969.
Keystone
1 / 3

Nie haben sich mehr Menschen bei der Sterbehilfeorganisation Exit angemeldet wie letztes Jahr. Was ist dagegen einzuwenden, dass Menschen ihren Tod selbst bestimmen? Es geht mir nicht darum, jemandem etwas zu verbieten, das kann ich gar nicht. Ich sehe aber die Entwicklung, die in den kommenden Jahren noch mächtiger werden wird, mit sehr grosser Sorge. Die Menschen haben den Bezug zur Religion komplett verloren, Gott holt sie nicht mehr aus dem Leben. Dafür kaufen sich nun zu Ende ihres Lebens eine Dienstleistung, mit der sie den Tod allein zu bewältigen hoffen. Doch das ist unmöglich… es ist eine sehr traurige Angelegenheit. Noch nie in ihrer Geschichte starben Europäer so trostlos wie heute. Sie sterben einsam, trost- und schmerzlos.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.