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«Ein stärkeres Bild lässt sich ja kaum vorstellen»

Dennis Conrad hat ein Buch zur Propaganda des Ersten Weltkriegs veröffentlicht. Er sagt, wie die Alliierten die Deutschen in Verruf bringen konnten und was uns die damalige Zeit über den Ukrainekonflikt lehrt.

«Erinnere dich an Belgien»: Ein amerikanisches Propagandaplakat aus dem Jahr 1918.
«Erinnere dich an Belgien»: Ein amerikanisches Propagandaplakat aus dem Jahr 1918.
Hirmer
Und am Schluss in die Zähne: Flipperkasten mit dem Konterfei von Kaiser Wilhelm II.
Und am Schluss in die Zähne: Flipperkasten mit dem Konterfei von Kaiser Wilhelm II.
Hirmer
«I want you»: Das berühmte Werbeplakat der US Army.
«I want you»: Das berühmte Werbeplakat der US Army.
Hirmer
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Welchen Einfluss hatte die Propaganda auf den Verlauf des Ersten Weltkriegs? Lässt sich ihre Wirkung überhaupt ermessen? Durchaus, etwa anhand der britischen Rekrutierung. Grossbritannien hatte damals als einzige Grossmacht keine Wehrpflicht und musste ein Freiwilligenheer aufstellen. Da zeigte sich, dass Plakate, die an die Solidarität der Bürger appellierten, besonders erfolgreich waren. Grossen Zuspruch erhielt etwa das Plakat aus dem Jahr 1914, auf dem General Lord Kitchener auf den Betrachter deutet mit dem Ausruf «Your country needs you!». Es wurde später von den Amerikanern übernommen, die Kitchener durch Uncle Sam und den Slogan durch «I want you!» ersetzten. Auf viel Kritik stiessen dagegen negative Plakate, die sogenanntes Social Blackmailing betrieben: Männer, die noch nicht an der Front waren, wurden darauf unter Druck gesetzt.

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