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«Ein perfides Beispiel»

Das Schock-SMS von «Nico» verängstigt derzeit Zürcher Schüler. Der Digital-Experte und Lehrer Philippe Wampfler über die Gefahren und Absender solcher Kettennachrichten.

Herr Wampfler, wie schätzen Sie den aktuellen Kettenbrief ein? Er ist typisch für seine Art: Er macht Angst, setzt unter Druck. Im Netz lässt sich so was schnell und einfach verbreiten, ein Weiterschicken ist kostenlos. Dieser Kettenbrief ist allerdings ein perfides Beispiel. Es kann für ein Kind traumatisierend sein. Die Wirkung einer solchen Nachricht darf man als Erwachsener nicht unterschätzen.

Weshalb ist er besonders schlimm? Es wird einerseits beschrieben, was schon mal passiert ist. Dass also jemandem bereits etwas Schlimmes widerfahren ist. Andererseits wird der Absender klar beschrieben. Das Bild von dem blutigen und vernarbten Gesicht bleibt vielen Kindern im Gedächtnis haften. Sie können das kaum ausblenden.

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