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«Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei»

560 Schriftsteller aus 83 Ländern starteten einen Aufruf gegen die Massenüberwachung durch Regierungen und Unternehmen. Darunter sind auch 20 Autorinnen und Autoren aus der Schweiz.

lkra
Ein Mitunterzeichner: Alex Capus. (Archivbild)
Ein Mitunterzeichner: Alex Capus. (Archivbild)
Keystone
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«Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr», heisst es in dem Schreiben, das die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» am Dienstag veröffentlichte. Die Initiative erschien unter dem Titel «Writers Against Mass Surveillance» in mehreren internationalen Zeitungen, darunter «Le Monde» und «The Guardian».

Zu den Unterzeichnern gehören den Angaben zufolge fünf Literaturnobelpreisträger, darunter Günter Grass und Tomas Tranströmer. Unterschrieben haben auch 20 Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der Schweiz, so Melinda Nadja Abonji, Alex Capus, Franz Hohler, Eveline Hasler, Charles Lewinsky, Klaus Merz, Pedro Lenz, Urs Widmer und Sybille Berg.

Wie der Hanser-Verlag in einer Pressemitteilung verlauten lässt, wurde «diese einmalige globale Schriftsteller-Aktion» von einer kleinen Gruppe von Autoren (u. a. Juli Zeh und Ilija Trojanow) «in wenigen Wochen geplant und nur auf Basis persönlicher Kontakte und Netzwerke erarbeitet».

«Überwachung ist ein Angriff auf Privatsphäre und Meinungsfreiheit. Wir alle müssen uns wehren. Als Schriftsteller tun wir das, was wir am besten können: mit dem geschriebenen Wort öffentlich intervenieren», wird die deutsche Schriftstellerin und Mitinitiantin Juli Zeh zitiert.

Auf der internationalen Kampagnenplattform Change.org rufen die Autorinnen und Autoren auf, sich dem Aufruf anzuschliessen.

(SDA)

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