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Ein Clown, unter vielem anderem

Der Zürcher Kulturpreis geht in diesem Jahr an den Komiker, Schauspieler und Regisseur Ueli Bichsel.

Ein sehr populärer Mime: Ueli Bichsel mit Gardi Hutter, mit der er im Zirkus Knie auftrat. (Bild vom Mai 2000).
Ein sehr populärer Mime: Ueli Bichsel mit Gardi Hutter, mit der er im Zirkus Knie auftrat. (Bild vom Mai 2000).
Keystone

Der mit 50'000 Franken dotierte Preis wird im Frühling übergeben. Ueli Bichsel habe als Clown seinen ureigenen Stil gefunden, eine stimmige Mischung aus Komik und Tragik, grübelndem Tiefgang und heiterer Leichtigkeit, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. In der Reihe der Schweizer Käuze nehme er seit über dreissig Jahren eine prominente Stellung ein.

Der heute 62-Jährige begann 1980 als Regisseur mit der Produktion «Zwischen den Zeilen Theater». 1981 gründete er die Theatergruppe «Die Lufthunde» und den Verein Kultur im Zelt «Zirkus Theater Federlos» und war während Jahren in Europa und Afrika auf Tournee. Mit dem Kulturpreis zeichnet der Regierungsrat Persönlichkeiten oder kulturelle Initiativen aus, die sich in besonderem Mass um das kulturelle Leben im Kanton Zürich verdient gemacht haben.

Förderpreis an «Jurczok 1001»

Der mit 40'000 Franken dotierte Förderpreis im Bereich Musik, Tanz und Theater geht an den Spoken-Word-Pionier Roland Jurczok. Der 40-jährige Poet, Musiker, Rapper und Sänger mit Künstlernamen «Jurczok 1001» sei unterdessen weit über seinen Geburtskanton Zürich hinaus bekannt. Gegenwärtig tritt Jurczok mehrheitlich mit Soloprogrammen an internationalen Festivals auf. Mit der Goldenen Ehrenmedaille würdigt der Regierungsrat das Schaffen des Musikers Bruno Spoerri.

Der Förderpreis des Kantons Zürich wird an Künstlerinnen und Künstler vergeben, denen ein besonderes künstlerisches Potenzial zugesprochen wird. Der Jazz- und Computermusiker Bruno Spoerri erhält die Goldene Ehrenmedaille. Der 79-jährige Spoerri sei ein bescheidener, neugieriger Künstler, der die turbulenten künstlerisch-musikalischen Entwicklungen der letzten 60 Jahre bewusst miterlebt und gekonnt mitgestaltet habe.

Die Auszeichnungen hat der Regierungsrat auf Vorschlag der kantonalen Kulturförderungskommission beschlossen.

(SDA)

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