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Dr. phil. Abstellgleis

Der Verteilkampf um die akademischen Honigtöpfe – die Professuren also – ist brutal. Selbst für den Rektor der Uni Zürich, Professor Andreas Fischer, täte eine Veränderung des Systems not.

Harter Wettbewerb um wenige Professuren: Eine Aufnahme der Uni Zürich aus dem Jahr 2004.
Harter Wettbewerb um wenige Professuren: Eine Aufnahme der Uni Zürich aus dem Jahr 2004.
Keystone
Gerade bei den geisteswissenschaftlichen Fächern ist das Nadelöhr vor der Professur besonders eng.
Gerade bei den geisteswissenschaftlichen Fächern ist das Nadelöhr vor der Professur besonders eng.
Keystone
Der angelsächsische Ansatz hätte das Gegenteil zur Folge: Einen Ausbau der Professuren zulasten des Mittelbaus.
Der angelsächsische Ansatz hätte das Gegenteil zur Folge: Einen Ausbau der Professuren zulasten des Mittelbaus.
Keystone
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Reicht das Gehalt eines Professors, damit er seinen Lebensunterhalt «angemessen» bestreiten kann? Diese Frage beschäftigte letzte Woche ernsthaft die deutschen Gerichte (man entschied sich schliesslich für leichte Nachbesserungen). In einem Nebensatz ihrer Urteilsbegründung warfen die Richter ein Schlaglicht auf das eigentliche Hochschul-Drama, das sich unterhalb der Professurstelle, im sogenannten Mittelbau, abspielt: Die für eine Professur notwendigen Qualifikationen würden von einem Wissenschaftler «typischerweise nicht vor dem 35., oft erst um das 40. Lebensjahr herum erreicht».

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